30 Sekunden See

30 Sekunden SeeIch hab mir ein neues Stativ gekauft, aber bevor es nun endlich ankommt, wollte ich trotzdem mit dem alten Wackelding mal raus und noch etwas fotografieren. In Zukunft gibt es dann mehr Stabilität. So sieht der Bodensee bei Nacht aus, wenn man 30 Sekunden nicht blinzelt. 😉

Das folgende Bild ist unscharf… ich hörte das Donnern auf der Brücke, gleich würde da ein Zug kommen. Die Kamera war auf dem Stativ aufgebaut, aber noch nicht eingestellt – also panisch mit dem Q-Button in das ISO Menü und runtergedreht was das Zeug hielt, ISO 250 erwischt (wollte ISO 200), aber gut genug – und abgedrückt.

Das Verwackeln könnte man jetzt auch als künstlerisches Element nehmen, denn das vibriert auf der Brücke ganz ordentlich, wenn da ein Zug vorbeifährt… 😉

DurchzugIch glaube das Foto wiederhole ich nochmal technisch sauberer – aber ich fands trotzdem stimmungsvoll. :)

Nebel im anderen Licht

LesezeitLetztens hatte ich so ein schönes Foto von Bergen hinter der Rheinbrücke, jetzt haben die Berge nochmal ein kurzes Cameo mit wunderhübschem blauen Wasser. Für diesen Beitrag habe ich die Fotos zweier Spaziergänge gemischt, damit der Stil nicht ständig so springt.

Fotografiert hab ich mit der neuen tollen Firmware 4.0 für meine Fuji X-E2 – das macht eine Menge Spaß, ist aber auch erstmal etwas ungewohnt, da das Menü und die Einblendungen komplett überarbeitetet wurden. Nach den zwei Tagen Benutzung gefällt mir die Version aber schon mal deutlich besser als die alte Version, es bedient sich schneller und es wird mehr angezeigt, was man eigentlich immer wissen wollte.

Hallo SchönlingIch bin ganz dreist über einen Zaun geklettert um auf die Wasserebene herunterzusteigen. Dieser hübsche Schwan Bootvogel machte gerade Krafttraining, denn er schwamm gegen die recht starke Strömung den Graben zwischen Innenstadt und Klosterinsel entlang. Daher hatte ich auch genug Zeit, das Objektiv zu wechseln und mich an den See zu hocken. Wie der Schwan es gewohnt ist, wenn da Menschen in Wassernähe kommen, kam er langsam angepaddelt und erwartete vermutlich, dass er gefüttert würde (hatte ich aber nicht vor). Daher hat er so schön für mich posiert, danke sehr. :)

AbendessenEin letztes Foto von dem Abend der ersten Tour. Es war Abendessenszeit für die Möwen, die meisten stehen brav an, aber einige können wieder nicht still sitzen und sind eindrucksvoll herumgeflogen.

Springen wir zu Heute. Obwohl in der Wettervorhersage „Sonne“ stand (Konstanzer verziehen nur müde den Mundwinkel), war natürlich in Wirklichkeit Nebel. Über dem Nebel versteckte sich die Sonne, zuerst sehr erfolgreich, später hat sie sich dann doch getraut den Nebel zu vertreiben. Aber der Reihe nach.

TurmwärterEiner hat wohl das Los gezogen und durfte auf das Schild, der Rest der Vögel trieb wieder als Vogelteppich auf dem See herum. Wo der See aufhört und der Himmel anfängt ist völlig ungewiss. Ich hatte zuerst überlegt, das Foto als Schwarzweiß zu entwickeln, aber irgendwie bin ich kein Schwarzweiß-Typ. Ich brauche immer die Farbe darin – und sei es nur so eine Schattierung wie hier.

Ist da noch was?Das Fußvolk hat die Promenade tapfer bewandert, das war schön anzuschauen. Hier wird noch gerätselt, ob die Sonne sich nun trauen wird oder eher nicht…

SonneBlick auf die Rheinbrücke und die Klosterinsel. Klar, oder? :)

Stadtstimmung bei NebelStändig musste ich bei diesem Foto denken „Geht mal mit den ganzen Masten da weg, das ist total hässlich!“ – aber eigentlich ist das genau die Definition von „Stadt“. Auf dem Foto sieht man Stadt-Infrastruktur im Gegenlicht vor Nebel. Wäre noch ein Ruderboot auf dem Dach eines Autos und ein Flugzeug am Himmel, hätten wir alle gängigen Transportmittel.

Im Stadtgarten haben mich ein paar Leute gefragt, ob ich ein Foto von ihnen machen könnte. Ich wollte schon meine Kamera anheben, aber da wurde mir ein iPhone in die Hand gedrückt. Nagut. :)

Ansonsten waren auch erstaunlich viele Touristen zu sehen, immerhin ist gerade Winter. Aber andererseits ist auch Fasnacht, das könnte eine Begründung sein.

TouristenDie Sonne hat sich dann doch geschämt, nachdem sie schon hervorgetreten war. Sie wurde ganz rot und wollte verschwinden, da habe ich – inspiriert durch mein Brücke+Berge-Bild – die Position auf die Fahrradbrücke gewechselt in der Hoffnung nochmal was mit Bergen und der Brücke zu machen, sofern das Licht mitspielt.

Dabei herausgekommen ist ein Werbefoto für Flixbus. Ich brauchte irgendwelche großen Autos auf der Brücke, da kam der Bus gerade recht. Vielleicht hätte ich auch ein paar Minuten auf den Seehas warten sollen, den mag ich als Gefährt noch viel lieber als ’nen Bus. Aber als der Seehas kam, war das Licht schon weniger und meine Kamera verpackt.

Versehentliches Flixbus WerbefotoNoch was zu dem Foto oben: Eigentlich wollte ich ja nur die Brücke und die flache Wolke auf jeden Fall drauf haben. Das hatte ich entsprechend fokussiert und dann so lange gewartet, bis genug „Action“ auf der Brücke war. Hat sich gelohnt. :)

Letztens habe ich in einem Youtube-Video gesehen, dass in Bezug auf Street Photography erzählt wurde, man solle „Mit der Szene arbeiten“ (Work the scene). Für mich bedeutet das, dass ich länger an einem Ort oder in einer Umgebung bleibe und verschiedene Positionen, Einstellungen und Bildausschnitte ausprobiere – und die Umgebung auch einfach beobachte. Wer oder was kommt vorbei, wie ist das Licht, passiert etwas mit dem Licht, wenn jemand oder etwas vorbeikommt… wenn man mit der aktuellen Position dadurch viel vertrauter ist, hat man eher ein Gefühl dafür, wie sich vielleicht noch ein gutes Foto machen lässt (anstatt, dass ich etwas sehe, ein Foto mache und schnell weiterlaufe).

Ich hoffe euch hat es mal wieder gefallen und mein beschreibender Text hat die Fotos sinnvoll begleitet, bis zum nächsten Mal. :)

Bis zur Unentlichkeit

Bis zur UnentlichkeitOkay, das Wortspiel war etwas schlecht. Nachdem ich gestern gejammert habe, dass ich gestern das Tele nicht dabei hatte, war ich dann heute die ganze Zeit nur damit beschäftigt zwischen dem Touit 32mm und dem 55-200mm hin- und herzuwechseln. Ich glaube nächstes Mal lasse ich das Tele wieder zuhause und verzichte einfach auf alles, was man damit fotografieren könnte.  Da gehe ich lieber mal gezielt auf „Detail-Jagt“ mit dem Teil. :)

Mittlerweile (und Hurra, ich glaube ich habe die Marke 10.000 Fotos langsam überschritten) leuchtet mit langsam ein, was mein Vater mal gesagt hat, als er für meinen Geschmack einen viel zu großen Bildausschnitt wählte und das interessante Detail, das ich hätte sehen wollen, nicht maximal herangeholt hat. Sinngemäß ging es darum, die Landschaft mit Kontext zu fotografieren… und das leuchtet mir langsam ein. Da ist es besser, dem Detail einiges an Kontext zu geben und die Gesamtsituation in Szene zu setzen und damit auch den Betrachter räumlich zu verorten, als dass das Detail maximal im Fokus steht, dafür aber der Betrachter verloren ist.

Wenn notwendig kann man das wichtige Detail auf einem zweiten Bild beisteuern, aber oftmals (wie z.B. hier bei den Bergen) hätte ich es sowieso nicht in zufriedenstellender Qualität fotografieren können (zu dunstig), da reichen die Berge als Andeutung im Hintergrund, denn dein Kopf baut den Rest aus deinen bisherigen Erfahrungen mit Bergen einfach dazu. Oder du gehst dir im Internet Berge angucken, geht auch. 😉

Sichtweite „over 9000“ und Stadtkulisse

Sichtweite über 9000Ich habe mir diese Woche vorgenommen, früh zur Arbeit zu gehen und früh wieder dort zu verschwinden, so dass ich immer direkt nach der Arbeit mir die Kamera schnappen kann und noch eine Tour zum Seeufer machen kann um Leute und Stimmung einzufangen.

Heute war ich spät dran und ich hatte mein Tele vergessen (eigentlich habe ich mir gedacht, dass ich das nicht mitschleppen brauche, wenn ich doch Leute fotografieren möchte). Dieser Frevel hat sich sofort gerächt, es gab nämlich die tollste Sicht auf die Schweizer Berge, die ich bisher in Konstanz erlebt habe. Die Spitzen der Berge wurden angeleuchtet und haben richtig klar gestrahlt. So konnte ich nur ein Foto mit dem 32mm machen und habs ein wenig zugeschnitten… ich hoffe die Stimmung kommt trotzdem etwas rüber.

Am Sonntag war ich im Dauerregen unterwegs, ich hatte gehofft vielleicht jemanden interessantes mit knallbuntem Regenschirm zu begegnen… aber leider nicht. Stattdessen bin ich zur Schänzlebrücke. Auf der Seite der Schänzlehalle sind die Autobahnpfeiler mit richtig schönem Graffiti bemalt – da könnte durchaus auch mal weitergemacht werden, immerhin sind einige Dinge dort von 2014. Aber vielleicht passiert dieses Jahr etwas, solch große Gemälde finde ich sehr beeindruckend.

I love KN Bikodil Refugees Welcome

#Diaphoto „Geheimnis“

FahrradbrückeHeute bin ich früh am Nachmittag an den See um Fotos zu machen – aber vor allem um endlich das Foto zu machen, was ich für das dieswöchige #diaphoto mit dem Stichwort „Geheimnis“ im Kopf hatte. Zuerst mal war großartiges Wetter und ich hatte aufgrund der Wettervorhersage einen Schirm dabei. Die @Fahrradbrücke sah wieder richtig gut aus und das Wasser leuchtete durch den blauen Himmel ebenfalls schön blau (und weil noch keine Algen drin sind).

MöwenschwarmWeiter ging es die Seestraße entlang auf der Suche nach geeigneten Hauptdarstellern meiner Fotoidee… aber die Leute hatten es alle eilig (waren am Joggen) oder machten eher einen Eindruck als wären sie auf der Durchreise. Außerdem war das Licht sehr hart und ich war zu schüchtern, jemanden anzusprechen. Stattdessen gibt es ein Bild von aufgeregten Möwen, die mit Brotkrümeln beworfen werden – hat doch auch was. 😀

Ich lief also weiter und bin die Hafenstraße bin hin zum Stadtgarten gelaufen. Auf der Hafenstraße ist mir nach einer ganzen Zeit dann ein Pärchen aufgefallen, die waren recht gut drauf und sie war mit einer Kompaktkamera immer wieder am Fotografieren. Wunderbar, die haben Zeit, haben vielleicht Verständnis für Fotografie und machten auch einen fröhlichen Eindruck. Auch da habe ich mich zuerst wieder nicht getraut, hab mich anderen Dingen zugewendet, aber die im Auge behalten, bis ichs einigermaßen einschätzen konnte. Als dann die Sonne drohte ganz zu verschwinden, hab ich dann gefragt, ob sie Lust hätten mitzuhelfen. War alles gar kein Problem!

GeheimnisIch war natürlich irgendwie erfreut und aufgeregt, daraufhin habe ich nur zwei Fotos gemacht… freue mich aber, dass das Gesicht scharf ist und den beiden nichts aus den Köpfen wächst. Ich finde, darauf kann man aufbauen. :)

Also vielen Dank an euch beide! Ich war natürlich so schlau und habe vergessen ihnen meine wunderbaren Visitenkarten zu geben…

Sonniger Abend am See

Die MövendameIch war gegen Abend am Bodensee, brauchte mal wieder ein bisschen frische Luft. Da einigermaßen viel Sonne schien, war es sogar verhältnismäßig warm.

Mein eigentlicher Plan war, ein Foto für das aktuelle #diaphoto zu machen… aber dazu hätte ich Leute gebraucht und ich habe mich nicht getraut, Leute anzusprechen – ihr kennt die Problematik aus dem 100 Strangers Versuch. Ich werde es aber die ganze Woche über probieren, mal schauen, ob ich mich dann mal traue. :)

Wie romantischDieses Pärchen hätte ich nicht angesprochen, ich möchte sie nicht stören. Eigentlich war dort noch schöner die Rauchwolke des Typen zu sehen, aber ich bin nicht so dicht herumgegangen, da ich direkt in die Sonne fotografiert hätte. So gefällt es mir aber auch ganz gut.

Und schließlich noch ein Schnappschuss, der mir ins Auge fiel, als ich schon wieder auf dem Weg zum Fahrrad war. Sonnenuntergang reizt mich eigentlich nicht mehr, aber der Schornstein machte es für mich wieder interessant.

Rauch vorm Turm