Deppenleerzeichen

Hier nochmal der Aufruf: Bitte denkt an eure Bindestriche oder das Nichtvorhandensein von Leerzeichen bei einigen Wortkombinationen. 🙂

Ich musste in einem sozialen Netzwerk gerade obigen Satz lesen und konnte ihn natürlich – so geschrieben – gar nicht anders interpretieren… 😀

Auch hilfreich: http://deppenleerzeichen.de/

Mit dem Fahrrad auf der Landstraße

Ich war kurz vor der Dämmerung, als die Sonne gerade schnell tiefer sank, mit dem Fahrrad auf der Landstraße unterwegs. Das Kornfeld fing, angestrahlt durch die Sonne, wunderschön an zu glühen und zeigte so richtig,wie schön Sommer sein kann.

Leider hatte ich keine „vernünftige“ Kamera dabei, deswegen habe ich kurzerhand mein Mobiltelefon genötigt, ein Bild zu machen. Zuhause war ich dann recht ernüchtert, wie wenig Dynamikumfang so ein winziger Kamerachip mit Billigoptik nur hat. An dieser Stelle vielen Dank an meinen Vater, der das Bild einmal durch seine virtuelle Dunkelkammer gejagt hat um das Beste draus zu machen! Einige seiner Fotos findet ihr übrigens auf bienenbernd.de.

Demos – Digitale Echtzeitkunst

Gerade bin ich durch einen Tweet von paniq mal wieder auf eine Demo aufmerksam gemacht worden. Demos sind Programme, die ähnlich wie ein Film mit Bild und Ton schöne  Dinge zaubern (wie ein Musikvideo) – allerdings live vom Computer berechnet und ohne Benutzerinteraktion. In Echtzeit. Klar kann man mittlerweile gutaussehende Full-HD-Videos abspielen, doch es geht um die sportliche Leistung, möglichst atemberaubende Effekte in Echtzeit zu berechnen. Da zahlt sich effizienter und gut designer Code richtig aus, außerdem gibt es verschiedene Beschränkungen, die für bestimmte Kategorien von Demos erfüllt werden müssen.

Früher zeigten Demos, was aus der vorhandenen Hardware alles herauszuholen war, z.B. mit Demos auf dem C64. Teilweise wurden durch solche Demos auch Programmierer für Spielefirmen rekrutiert, wenn ihre Fähigkeiten und Kenntnisse besondere Aufmerksamkeit erlangten. Gerade die Beschränkung der Größe gibt es mittlerweile durch PCs nicht mehr unbedingt, trotzdem gibt es Kategorien wie 4K und 64K Demos, bei denen das ganze Demoprogramm unter 4 bzw. 64 KiByte bleiben muss (Beispiel: Regeln der REVISION 2012).

Ich möchte hier auch nicht so viel die Grundlagen erklären, ich finde es nur ungeheuer faszinierend, dass es Leute schaffen mit so kleinem Programmcode durch geschicktes Ausnutzen diverser Tricks und Kniffe eine richtig beeindruckende Grafik zu zeigen.
Ein umfassendes Portal, wo es viele Demos zum Anschauen gibt, ist pouet.net. Man kann dort die Demos herunterladen und auf seinem Rechner ausführen oder auch – falls man nicht die entsprechende Plattform hat (also z.B. kein Windows oder nur eine mittelschlechte Grafikkarte), dann gibt es auch Links zu Youtube, wo man sich die live berechneten Videos „abgefilmt“ angucken kann.

Hier möchte ich mal einige Demos verlinken, angefangen mit der Demo, die auch im Tweet war und wodurch ich überhaupt darauf gekommen bin, kurz darüber zu schreiben.
Schaut euch die Videos im Vollbildmodus und mit mindestens 720p Auflösung an, damit es sich richtig entfaltet. 🙂

Hartverdrahtet – Akronyme Analogiker | Revision 2012 (PC 4k Demo, 1. Platz) (Artikel mit mehr Hintergrund zur Demo)

Hartverdrahtet – Akronyme Analogiker | 4k Revision 2012

Dateien & mehr Infos: http://www.pouet.net/prod.php?which=59086

Gaia Machina (Approximate) | Revision 2012 (PC 64k Demo, 1. Platz)

REVISION 2012 | Gaia Machina (Approximate)

Dateien & mehr Infos: http://pouet.net/prod.php?which=59107

Zuletzt noch einer meiner absoluten Lieblinge, der gar nicht so viel mit 3D macht, sondern eher auf flächige Effekte zielt, dafür aber viel Verschiedenes zeigt und seinen eigenen Charme mitbringt. Außerdem ist die Musik einfach super (und auch von paniq, den ich vorher als Künstler von Jamendo kannte, gar nicht als Demoszener). Speziell der Teil ab 4:10 ist einfach knuffig. 😉

Masagin – Nvision 08 Invitation

Farbrausch & Neuro – Masagin (HD Stereo)

Dateien & mehr Infos: http://www.pouet.net/prod.php?which=50131

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern auf pouet.net. 🙂

Sonnenuhr zum Selbstdrucken

Durch meinen Vater bin ich schon früh mal mit Sonnenuhren in Berührung gekommen und es gibt echt viele verschiedene Ausführungen von Sonnenuhren. Sucht einfach mal im Internet herum und schaut euch die verschiedenen Modell an (oder schaut auf Wikipedia).

Eine besonders einfache Sonnenuhr, die ihr euch in fünf Minuten selber ausdrucken könnt, könnt ihr mit einem Tool von Damia Soler erstellen:
http://sundial.damia.net/vertical/sonnenuhr.html

Damit eine Sonnenuhr funktioniert, wird die Position auf der Weltkugel benötigt und die Ausrichtung der Wand, an der sie befestigt wird. Alle in diesem Tool generierten Sonnenuhren können an Hauswände (Außenausführung) oder an Scheiben (Innenausführung) angebracht werden und gehen davon aus, dass euer Haus senkrechte Wände hat (sollte ja gegeben sein, bei erdbebengeschädigten Häusern: Schade…).

Dann müsst ihr in dem Tool lediglich euer Haus auf Google Maps suchen und die Hauswand, an der ihr die Uhr befestigen wollt, mit zwei Klicks markieren. Ein paar weitere Einstellungen sind die Zeitzone und ob die Uhr die bürgerliche Zeit oder Sonnenzeit anzeigen soll. Es dauert echt nicht lange und schon habt ihr eine Sonnenuhr!

Das Bild zeigt die Uhr, die ich an meinem Fenster befestigt habe (Fensterversion). Das Bild habe ich um 18:03 gemacht (vielleicht habe ich die Uhr vielleicht etwas schief angeklebt, ich habe es nicht mit einer Wasserwaage geprüft). Dafür, dass ich nur 5 Minuten damit verbracht habe, diese Sonnenuhr zu bauen, liefert sie erstaunlich gute Ergebnisse.

Viel Spaß beim Ausdrucken eurer Sonnenuhr! Ihr könnt ja Fotos von euren Uhren in die Kommentare schreiben. 🙂

Umzug auf WordPress

Ich habe mich entschlossen, endlich nachzugeben und einfach ein klassisches WordPress zu installieren. Letztendlich muss es ja nur funktionieren.

Ich hoffe ich habe mir damit bald auch die Vorzüge von Plugins eingehandelt, dass ich hier Flattr-Buttons benutzen kann und endlich den Inhalt auf meinem eigenen Server hosten kann und unabhängig von anderen Diensten bin. Darüber hinaus hoffe ich dann auch, dass es leichter für alle zugänglich wird, die gerne sehen möchten, was ich hier so veröffentliche.

Aktuell sind meine Beiträge noch auf faldrian.tumblr.com, ich werde den Theme hier anpassen und dann komplett umziehen. 🙂

Update: Fertig. 😀 Jedenfalls sind alle Beiträge schon mal umgezogen. Den Theme werde ich noch anpassen und das ganze hier ein wenig individueller gestalten. Aber allgemein sollte das dann gut sein, immerhin bringt WordPress ja ein gutes Maß an Funktionen bereit von Haus aus mit.

Wie Friendica und Diaspora funktionieren

Bei zentralen Netzwerken wie Facebook, Google Plus und Twitter ist recht leicht vorstellbar, wie diese Netzwerke funktionieren. Wenn jemand einen Beitrag schreibt und abschickt, wird dieser von einem Server empfangen und gespeichert. In Wirklichkeit bestehen diese Netzwerke aus vielen Servern, die aber gegenüber der Benutzer so tun, als wären sie ein Server, beispielsweise „www.facebook.com“. Im Hintergrund arbeiten viele Server, auf die der Ansturm der Benutzer verteilt wird, damit die große Menge von Benutzern überhaupt handhabbar ist. Für den Benutzer erscheint es, als wären diese Netzwerke jeweils ein großer Platz. Wenn jemand dort etwas schreibt, ist es für jeden anderen Teilnehmer sofort erreichbar, sofern es die Einstellungen zulassen.

Etwas anders verhält sich das bei dezentralen Netzwerken wie Friendica und Diaspora. Diese Netzwerke bestehen aus vielen verschiedenen Servern, bei denen es nach außen sichtbar ist, dass es verschiedene Server sind. Die Server werden auch von unterschiedlichen Personen und Organisationen betrieben im Gegensatz zu den zentralen Netzwerken, die jeweils einer Firma gehören. Aber wie funktioniert hier die Kommunikation, wenn es keine zentrale Datenbank gibt, in der alle Beiträge sind?

Als Benutzer dieser Netzwerke bin ich auf einem Server angemeldet und habe dort mein Benutzerkonto. Mit diesem Konto schließe ich Freundschaften mit anderen Benutzern. Diese können auf dem gleichen Server sein oder auf anderen Servern, die dieses Netzwerk unterstützen. Es gibt in diesen Netzwerken öffentliche und private Beiträge, wie auch in einigen der zentralen Netzwerke. Ich möchte an dieser Stelle nur auf die öffentlichen Beiträge eingehen und vereinfache manches etwas, um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Als Benutzer hast du eine Timeline (oder Stream o.ä.), in der werden alle Beiträge der Personen anzeigt, die du als Freunde hast. Wenn jemand etwas Neues schreibt, erscheint es oben in der Timeline, sie ist also nach Zeit sortiert. Solange deine Freunde alle vom gleichen Server kommen wie du selbst, verhält sich das ähnlich zu den zentralen Netzwerken – wirft also keine neuen Rätsel auf, denn es gibt eine Datenbank, in der die Beiträge gespeichert werden und abgerufen werden, sobald du die Timeline öffnest.

Hast du hingegen Freunde von anderen Servern und sie schreiben einen Beitrag, verhält sich das wie bei E-Mail-Übertragungen. Bei E-Mail-Übertragungen kommuniziert dein Mailprovider mit dem empfangenden Mailprovider: „Huhu, ich habe eine Mail für dich, hier, bittesehr!“ und überträgt die E-Mail. Hast du mehrere Empfänger angegeben, wird der Vorgang für jeden Empfänger wiederholt.

Beim schließen der Freundschaft in einem dezentralen Netzwerk wirst du (sagen wir „Person A“ dazu) bei deinem Freund („Person B“) als Empfänger für alle öffentlichen Beiträge eingetragen. Schreibt also Person B etwas, so gibt es – neben der Veröffentlichung auf seinem Profil – eine Liste von Personen, die den Beitrag bekommen. Nach dem Abschicken des Beitrags werden alle Server kontaktiert, zu denen die Empfänger gehören. Sollten mehrere Benutzer auf dem gleichen Server angemeldet sein, kann der Server von Person B das anhand der Adressen erkennen und stellt den Beitrag dem Server einmal zu, vermerkt aber, dass es Personen X, Y und A betrifft. Der Beitrag wird in der lokalen Datenbank des Servers abgelegt und bei Person X, Y und A wird markiert, dass dieser Beitrag in ihrer Timeline erscheinen soll.

Durch dieses Verhalten haben wir den Effekt, dass alle Beiträge auch bei allen ankommen, obwohl sie auf verschiedenen Servern sind. Neben dieser grundlegenden und wichtigsten Funktion gibt es noch einige Funktionen, die etwas seltsam und und nicht intuitiv erscheinen.

Bei Diaspora gibt es ein total praktisches Feature, das sind Tags. Es klingt verlockend, man kann Tags abonnieren und dann bekommt man Beiträge in seine Timeline, die diese Tags enthalten. Man kann so Beiträge zu seinen Interessen sehen und mit gleichgesinnten Kommunizieren. Allen gleichgesinnten? Nein! Ein kleines Dorf… nein, ein Großteil des Netzwerks wird dir trotzdem nicht in deiner Timeline angezeigt, obwohl dort Beiträge geschrieben werden, die deine Lieblings-Tags enthalten. Wieso das denn? Das ist ja total gemein!

Vorhin habe ich erklärt, wie öffentliche Beiträge verteilt werden. Die einzigen Beiträge, die dafür in Frage kommen, in deiner Timeline aufzutauchen, da sie einen abonnierten Tag enthalten, sind öffentliche Beiträge. Das bedeutet, ein Beitrag, der in deiner Timeline auftauchen soll (da er einen Tag enthält, dem du folgst) muss an deinen Server übertragen worden sein. Das ist aber nur der Fall, wenn mindestens eine Person von deinem Server der Person vom anderen Server folgt, die diesen Beitrag geschrieben hat. Ist das der Fall, so befindet sich der Beitrag bereits in der Datenbank deines Servers und wird dir auch angezeigt, da dein Server lokal nach dem Tag sucht und alle Beiträge findet, die mit diesem Tag versehen sind.

Bei Friendica gibt es die Volltextsuche, mit der bequem nach allen öffentlichen Beiträgen mit einem Wort oder Satzteil gesucht werden kann. Es kann sogar nach dem Teil eines Wortes gesucht werden. Leider gelten hier die gleichen Einschränkungen wie bei den Tags. Es kann nur gefunden werden, was sich sowieso schon in der lokalen Datenbank deines Servers befindet.

Die einzige Möglichkeit diese Probleme zu umgehen ist eine externe Suche. Öffentliche Beiträge von öffentlichen Profilen können (sofern das nicht verhindert wird) von Suchmaschinen indiziert werden und so können die Beiträge auch über Google oder andere Suchmaschinen gefunden werden. Ein schöner Kompromiss wäre an dieser Stelle, wenn jeder Betreiber eines Servers einen YaCy Suchmaschinen-Client laufen hätte und seinen Server indizieren würde. Da YaCy dezentral funktioniert, könnten alle Server damit wieder zusammenarbeiten und wären global durchsuchbar.

Leider wird man trotzdem nie alle Beiträge mit #lolcat in seiner Timeline haben. Aber wem das wichtig ist, dem sei Twitter empfohlen. Da rauschen die Beiträge nur so vorbei und jeder kann sich davon überzeugen, wie viel los wäre, wenn Tags global funktionieren würden. Über den Nutzen lässt sich streiten – aber das ist ein anderes Thema.

Ich hoffe der Beitrag hat zum Verständnis beigetragen und eventuelle Halbwahrheiten oder Auslassungen seien mir verziehen. 🙂

Bootfähiges Rettungsmedium

 

Ich übersetze gerade Zeugs… und da kam mir das hier unter:
Bootable Rescue Media = Bootfähiges Rettungsmedium

Musste natürlich gemalt werden… 😀