Kaufhausbingo

Sowas fällt mir beim Einkaufen ein… (Draufklicken für die große Ansicht!)
Diesmal habe ich wieder einen neuen Workflow beim Zeichnen ausprobiert, den ich aber nochmal abwandeln werde:

  1. Die einzelnen Panels lose mit Bleistift auf ein Blatt kritzeln, bis es schlüssig erscheint. Hier fällt auch die Wahl, wie viele Panels benötigt werden.
  2. Die Panels herumpuzzlen, bis die gewünschte Seitenform erreicht ist. Alles auf Papier.
  3. In MyPaint habe ich die Outlines der jeweiligen Panels frei gemalt. Wenn ich etwas nicht an die richtige Stelle gemalt hatte, wurde die Datei in GIMP geladen, korrigiert und in MyPaint erneut geladen.
  4. In Inkscape habe ich fünf Kopien des gleichen Bildes importiert und mit Rechtecken als Clip-Objekt beschnitten und schließlich in die Seiten-Panel-Aufteilung zusammengepuzzled. Dieser Schritt war noch lange nicht optimal.
  5. In Inkscape sind außerdem die Sprechblasen, Rahmen und Schriften dazugekommen. Dafür ist Inkscape sehr gut, denn es ist ein Vektorgrafikprogramm und erlaubt freie Transformation dieser ganzen Objekte (im Gegensatz zu GIMP, das pixelgebunden ist).
  6. Die SVG-Datei habe ich in GIMP geöffnet (da der Skalierungsalgorithmus in GIMP bessere Ergebnisse beim rastern der skalierten Bild-Teile erzeugt).
  7. In GIMP wurde das Bild dann eingefärbt, zurechtgeschnitten und exportiert.

Und so entsteht dieser Comic. 🙂

10 Kommentare zu “Kaufhausbingo

  1. Bonsaiheld

    am 08.09.2012 um 13:54

    Hey, sieht super aus! Vorallem die Sprechblasen mag ich. Da scheint Inkscape ja perfekt für geeignet zu sein. Dass die Sprechblasen über die Kästen herausragen, find ich auch cool. Das lässt das Ganze nicht so streng ordentlich wirken.

    Und offenbar kannst Du Figuren ja jetzt auch wiedererkennbar gestalten. Ist gar nicht mal so schwer, wenn man sich die Figur sozusagen vorm geistigen Auge dreidimensional vorstellt und dreht. Voll gut! 🙂

    Ich finde, die Farben hätten etwas knalliger sein könnten – wirkt alles ein bisschen kalt und grau. Ach und das rechte Auge von dem Bingomännlein unten sieht unfertig aus und ist schräg.

    Tipp: Es wär besser, wenn Du die Comics auch als PNG speichern würdest. Das Bild hier hat überall JPEG-Artefakte.

    Aber gefällt mir gut! Unbedingt mehr davon. Solche kurzen Comicstreifen find ich immer toll. 🙂

    • Faldrian

      am 08.09.2012 um 16:55

      Das mit dem Auge ist schon so gewollt – hat ja nicht jeder perfekt symmetrische Gesichter. 🙂

      Ich habe JPEG statt PNG gewählt aus Rücksicht an unsere Tablet und Smartphone-Benutzer. Das JPEG ist bei 85% Qualität nur ~170kb groß, das PNG davon war >400kb.
      Außerdem sehe ich hier keine störenden JPEG-Artefakte… die vorhandenen sind so minimal, dass man sie erst entdeckt, wenn man das Bild stark vergrößert.

      Ansonsten vielen Dank für das Lob – und ich habe meinen Workflow schon modifiziert, so dass ich in Zukunft leichter solche Kurzgeschichten umsetzen kann.

    • Bonsaiheld

      am 08.09.2012 um 17:03

      Ich speicher JPEGs meistens mit 90%, die 5% von 85 auf 90 machen schon viel aus.

      Ich seh die Artefakte auch ohne Vergrößerung. 😉 Gut, vielleicht achte ich auch mehr drauf.

  2. Bonsaiheld

    am 08.09.2012 um 13:56

    P.S.: Ach so und vielleicht kannst Du den Titel des Comics ja mit auf den Comic schreiben, sonst muss man den bei eventuellen Verlinkungen immer dazu schreiben. 🙂

    • Faldrian

      am 08.09.2012 um 16:50

      Man verlinkt aber doch auf den Blogeintrag, nicht direkt auf das Bild. Also wirklich.

      Kann ich aber in Zukunft gerne mal tun. Andererseits habe ich in sozialen Netzen den Titel einfach in den Beschreibungstext geschrieben, das geht auch. 🙂

    • Bonsaiheld

      am 08.09.2012 um 17:01

      Wäre besser, weil in sozialen Netzwerken oft nur das Bild gezeigt wird. Ich meine, wenn jemand anders Deinen Comic verlinkt, nicht Du selbst oder andere, von denen Du weißt, dass sie auch das Blog verlinken. 😉

  3. Faldrian

    am 08.09.2012 um 17:14

    @Bonsaiheld
    Dann bist du da sehr empfindlich, was die Optik angeht… ich finde aber, die Dateigröße muss immer zum Effekt in Relation stehen – und da das hier kein Super-HQ-Profi-Foto ist, kann man ruhig ein wenig sparen. Der Witz kommt rüber und die allermeisten Leute haben keine Schmerzen beim Anschauen. Sowas wie 70% finde ich da schon kritischer (und das wird von Programmen oftmals vorgeschlagen).

    Im Zweifelsfall steht immernoch meine Webadresse drauf. Das reicht als Eigenwerbung. 😉

  4. Lucas

    am 08.09.2012 um 20:48

    Sehr schön!
    Ich finde die kleineren Charaktere passen gut zu der Art, wie du die Figuren malst und mit den simpleren Gesichtszüge sehen sie irgendwie… knuffiger aus 🙂

    Ich finde auch die Haare sehr gelungen. Die Frage, wie man solche wuscheligen Haare zeichnen könnte, hat mich schon mal beschäftigt. Vielleicht kla…hole ich mir Inspiration von dir 😉

    Und auch danke für den Einblick in deinen Workflow, finde ich sehr hilfreich 🙂

    • Faldrian

      am 09.09.2012 um 18:26

      Die Haare sind jeweils eigentlich nur ein Zufallsprodukt – außer bei der Hauptfigur, da habe ich konkret versucht den Stil zu reproduzieren.
      Freut mich sehr, wenn es dir geholfen hat. 🙂

  5. Bonsaiheld

    am 09.09.2012 um 23:28

    „[…]außer bei der Hauptfigur, da habe ich konkret versucht den Stil zu reproduzieren.“

    Ist Dir gelungen. 🙂

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