Vorstellung: Das Leben ist kein Ponyhof

Das Leben ist kein Ponyhof (im Ausschnitt oben) ist ein semiautobiographischer Webcomic von Sarah Burrini, in dem ihr Comic-Ich zusammen mit einigen kuriosen Gestalten in einer WG lebt und sie zusammen Dinge erleben, die oftmals über den Alltagswahnsinn hinausreichen.

Zu den kuriosen Gestalten gehören:
Ngumbe – Ein afrikanischer Elefant, eher ein ruhiger Geselle mit viel Charme, der sich aufgrund seiner Ausmaße eher im Hintergrund hält und einige Einschränkungen in dem hat, was tun kann.
El Pilzo – Ein Pilz. Er ist die dunkle Seite des Comics. Porno, Atommüll, Menschenhandel – er würde das sicher alles machen, wenn man ihn ließe. Trotzdem ist er eine wichtige Bereicherung für das Gleichgewicht in der WG.
Butterblume – Ein stilles Pony. Oftmals nur am Rande für die Handlung wichtig, trägt er durch Taten statt Worte zum Geschehen bei. Warum er schweigt, wird in einer eigenen Geschichte erklärt.

Der Comic begann mit einem Witz pro Strip, ist mittlerweile aber eine Spielwiese für verschiedene Formate und Ideen, die Sarah ausprobieren möchte. Dadurchhat sie einen Ausgleich zum Zeichner-Auftragsgeschäft, in dem die Vorgaben des Kunden zu erfüllen sind. Zu den verschiedenen Formaten gehört, dass es ab und zu Geschichten aus mehreren zusammenhängenden Comicstrips gibt.

Im Archiv sind die bisherigen Comicstrips aufgelistet, zusammen mit einer superpraktischen Übersicht der zusammenhängenden Geschichten. Einige Highlights sind die oben verlinkte Geschichte zu Butterblumes Vergangenheit, sowie die Geschichte um die Rettung von Ngumbe und natürlich der sehr typische Urlaub von Nerds in der freien Natur.

Mein Senf dazu

Auf den Comic bin ich durch eine Folge des megamagisch Podcasts gekommen. Dort war Sarah zu Gast, hat mitgemischt und einiges über den Comic erzählt (ab Minute 32:20). Sarah bringt einen angenehmen Nerdlevel mit, der sich auch in ihren Comics niederschlägt. Dadurch muss ich immer wieder schmunzeln, wenn Comicszenen entstehen, bei denen ich dann denke: „Ja genau! So muss das und nicht anders. Ist doch das Natürlichste der Welt, was gibt’s da zu wundern?“

Ich habe den Comic dann einem Kumpel gezeigt, am nächsten Tag meinte er, er hätte den Comic schon komplett nachgelesen. So muss das.

Als Creative-Commons-Enthusiast möchte ich an dieser Stelle auch betonen, dass ich es prima finde, dass sie den Comic unter CC BY-NC-ND Lizenz anbietet und damit erlaubt, dass man den Comic seinen Freunden u.a. in Blogposts weiterverbreitet (für die Darstellung im Ausschnitt oben habe ich eine separate Zusage geholt).

Außerdem kann man ihren Comic unterstützen, indem man irgendwas comic-bezogenes im fanshop kauft (z.B. ein aussagekräftiges T-Shirt mit Butterblume drauf) oder aber ihre Comics flattrt. Lesen, lachen, flattrn, glücklichsein. Oder so.

Wie wird’s gemalt?

Da ich auf diesem Blog auch ab und zu selber gemalte Comics präsentiere und noch immer nicht den Workflow gefunden hab, der mir am besten passt, finde ich es sehr interessant, wie „richtige“ Comiczeichner arbeiten.

Soweit ich verstanden habe (und auf Tweet-Rückfrage) läuft das so: Grundlage ist ein DIN A3-Blatt, das quer gelegt wird und auf dem skizziert wird. Mit Tusche und Pinsel werden dann die Outlines gezogen. Es passen zwei Comicstrips übereinander auf ein DIN A3. Das wird dann eingescannt und am Rechner mit Farbe versehen und getextet.

Das Stichwort „DIN A3 quer“ hat eine völlig neue Dimension in meinem Kopf aufgemacht, da ich bisher in der A4-Welt gefangen war. Für den Detailgrad, den ein Comic erreichen kann ist die Originalgröße, in der er gemalt wird, entscheidend. Da kann man vermutlich mit DIN A3 entspannter malen als wenn man es auf DIN A4 quetschen möchte.

Danke also für diese Inspiration und schön weiterzeichnen!

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