Manueller Fokus

Letzten Sonntag war wieder großer Kameratag – diesmal zu viert. Mein Bruder und ich haben jeweils andere Objektive ausprobiert – wobei ich die ausgeliehene K200D gar nicht mitgebracht hatte. Das machte aber nichts, wir hatten noch eine K100D, so dass wir alle mit einer Kamera ausgestattet losziehen konnten.

Neue Objektive müssen natürlich ausprobiert werden, für meinen Bruder gab es einen Adapterring für Canon, mit dem M42-Objektive an seiner Kamera benutzt werden können. Nachdem irgendwann herausgefunden war, wie man die Kamera einstellen muss, damit sie komplett ohne Informationen vom Objektiv klarkommt, mussten erstmal Testfotos gemacht werden.

Grünzeug im FokusIch hatte die K100D mitgenommen auf den Sonntagsspaziergang, allerdings mit einem 43mm-Objektiv, das keinen Auto-Fokus unterstützte und bei dem man die Blende ebenfalls manuell einstellen musste. Es gibt an der K100D eine Kombination zweier Knöpfe, die man drücken kann, damit die Kamera selber die Belichtungszeit bestimmt – wenn man vergisst die Knöpfe vor der Aufnahme zu drücken, wird die vorige Belichtungszeit genommen, was zu künstlerisch anmutenden Low-Key oder High-Key Bildern führen kann… oder einfach zu Überraschung, wenn alles plötzlich überstrahlt ist.

Für mich eine Neuheit war eine Blendenöffnung von 2.8 – damit lässt sich schön mit der Unschärfe spielen.

Wo ist denn da scharf?

Der manuelle Fokus brauchte einige Übung, bis ich so langsam ein Gefühl für die Entfernung und die Drehung am Fokusring hatte. Zwar zeigt die Kamera mir über ein aufblitzendes rotes Rechteck in der Suchermitte bzw. ein grünes Rechteck am unteren Rand an, wenn sie der Meinung ist, dass das Bild scharf wäre … aber dann ist noch die Frage, ob auch das scharf ist, was ich scharf haben wollte.Ich musste mich vielmehr darauf konzentrieren, dass das Bild im Sucher scharf aussah, wieder sehr ungewohnt und zuerst schwierig, da die „perfekte“ Schärfe nicht so leicht sichtbar ist.

Auch mit manuellem Fokus: Krokus geht immer.

Krokusse gehen immer. Am Wegrand habe ich diese hübschen Exemplare entdeckt und konnte dank der Blende mit der Unschärfe im Hintergrund spielen und damit den Fokus auf das Blümchen selber richten.

Bokeh! :D

Und natürlich „Bokeh!“ … also viel unscharfer Hintergrund mit einem Blümchen im Vordergrund. Sehr klassisch, musste ich aber auch einfach testen. Bald nimmt die Blümchenflut auch ab, versprochen. 😉

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