Marienschlucht

Von diversen Richtungen habe ich den Tipp bekommen, dass ich mir die Marienschlucht anschauen sollte – dort könne man sicher auch tolle Fotos machen und die Schlucht wäre total schön. Also habe ich mich auf den Weg dorthin gemacht.

Zwischendurch kam ich an einem Golfplatz vorbei, der liegt direkt neben dem Parkplatz an der Schlucht. Spannend, ich kannte Golf vor allem aus Filmen und Computerspielen, hab selner noch nie auf so einem Platz gespielt. Alle Leute, die ich da gesehen habe, haben auch locker in das „Country Club“-Klischee aus amerikanischen Serien gepasst. 😉

Golf ist Seniorensport?Weiter gings zur Marienschlucht. Dort bin ich aber erstmal in die falsche Richtung gelaufen, der Weg sah so verlockend aus und ich hatte Zeit… dort habe ich dann noch ein Pärchen getroffen, die sich fragten, was das denn gegenüber des Sees für ein Dorf sei. Ich zückte mein Smartphone, er zückte sein Smartphone. Er schaut rüber. „Informatiker?“ – „Jap. Wegen des Nexus 5?“ – „Ja…“ Und dann folgte eine lockere Unterhaltung über Smartphones und so Zeugs und wir gingen ein Stück des Weges, bevor ich dann merkte, dass der Weg nicht spannender würde und ich umgedreht bin.

Einzelne Beere Stacheln BrückengeometrieAuf dem Weg gab es immer wieder mal Abschnitte, die nicht so leicht begehbar waren und daher mit Brücken ausgestattet waren. Gegen die natürlich gewachsene restliche Landschaft wirken diese Konstruktionen enorm geometrisch, dass es schon wieder beeindruckend war. 😉

Bevor es zur Marienschlucht ging, gab es noch eine Ruine zu sehen, Kargegg. Sie bestand im Prinzip auch nur aus einer Mauer, von daher wenig spektakulär. Trotzdem nett.

Ruine Kargegg Betreten auf eigene GefahrSteilwand Weiches GesteinIn der Marienschlucht ist das Gestein anscheinend recht weich, so dass genug Leute ihre diversen Botschaften dort hineingeritzt haben… oder Kängarus.

KängaruIn der Schlucht waren auch wieder sehr viele Brücken und Stege gebaut, damit man gut zwischen den Steilwänden durchlaufen konnte.

Holztreppen Rundblättrige Glockenblume WurzelkanalDiese Spalten gab es manchmal im Gestein, entweder waren da weiche Steinschichten, die rausgewaschen sind oder irgendwelche Erdbeben oder irgendwas, das den Stein da gespalten hat… für die Wurzeln war das jedenfalls super, wie ein Kabelkanal.

Marienschlucht Nicht im Bach laufen MC A-K BATTYUnd schon wieder diverse Initialien und Botschaften… aber das wars dann auch schon, was ich an Fotos dort machen konnte. So berauschend ließ sich das nicht fotografisch festhalten. Wenn man direkt dort ist, hat man die Größenvergleiche, da ist das vielleicht noch etwas spannender. War trotzdem ganz lustig.

Und damit war das Ende der Schlucht in Sicht, und am Ende ist der Bodensee in Richtung Überlingen.

Lichtblick Warten auf die FähreIm obigen Bild warten die ganzen Touristen auf eine Fähre… das sah so klasse aus, wie sie sich alle auf den kleinen Steg drängeln. Außer der Fähre konnte man den gleichen weg durch die Schlucht wieder zurücklaufen, oder dem Seeweg folgen, was ich getan habe.

Weg am See Umrankter BaumÜber den Weg waren einige Bäume gestürzt, die dann durchgesägt und vom Weg gezogen worden sind. Spannend fand ich den Durchschnitt durch diesen Baum, der von diversen anderen Hölzern umrankt wurde, die einfach glatt mit durchgesägt wurden.

Irgendwann musste ich vom Seeweg wieder hoch, zurück zu meinem Fahrrad am Parkplatz. Es gab da einen Weg, sagte mein Openstreetmap… ein sehr kleiner, recht steiler Weg.

Urwald SteigungHier sieht man nochmal die Steilheit des Weges… das war eine Kehre, die der Weg machte.

Aber dann kam man endlich oben an. Ich trat aus einer kleinen Spalte im Gebüsch, niemand hätte vermutet, dass dahinter ein Weg herumter zum See führen würde, wenn er von der Seite gekommen wäre, zu der ich nun hinaustrat. Aber vor mir lagen weite Wiesen und eine Sichtweite über 50 Metern, juhu!

FreiheitIn einem Waldstück, kurz bevor ich mein Fahrrad erreichte, fand ich noch diesen einsamen kleinen Pilz.

Einsamer PilzUnd damit wars das erstmal wieder. Wenn ihr in der Nähe seid, fahrt ruhig mal zur Schlucht hin. Aber denkt nicht, dass ist ein Kilometerlanges Naturreservat, in dem man stundenlang herumlaufen könnte. Man ist innerhalb von 15 Minuten durch die Schlucht durch.

4 Kommentare zu “Marienschlucht

  1. Alex

    am 28.06.2014 um 13:51

    15 Minuten durch Waldschluchten sind immer noch schöner als zwei Stunden durch Betonschluchten.
    Wieder sehr schöne Bilder, Faldi. Ich mag den Pilz 🙂

  2. Bernd

    am 28.06.2014 um 20:07

    Schöne Bilder, ich denke du hast aus den Möglichkeiten des relativ kurzen Weges einiges herausgeholt. Wenn du Bilder mit Schatten und Sonnenpartien hast wie im dritten Bild, dürftest du ruhig etwas unterbelichten, um mehr Zeichnung in die Lichtpartien zu bekommen. Den Pilz finde ich ebenfalls nett 😀

    • Faldrian

      am 28.06.2014 um 20:09

      Ah okay, also wenns sehr viel Dynamikumfang hat, dann eher unterbelichten, merke ich mir. Danke!

  3. Monika

    am 29.06.2014 um 06:50

    Toll so eine Schlucht und wieder viele schöne Bilder. Die Fotos von den Holztreppen mag ich besonders gern. 15 Minuten und du bist durch? Ich hätte wohl eine Stunde gebraucht weil ich jedes Blümlein und „jedes“ Steinchen fotografiert hätte. 🙂

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