Bootvogel im Sonnenuntergang

BodenseesurferIch glaube wir haben seltsames Wetter. Blauer Himmel und Wärme wie im April, Stürme wie im Oktober. Zumindest hat dadurch der Bodensee einigen Reiz auf Windsurfer gehabt, die man sonst eher selten sieht.

Seit einigen Monaten kann Darktable auch die RAWs von der Fuji X20 entwickeln – und das habe ich für diesen Post mal schamlos ausgenutzt, da die Lichtverhältnisse mit dem spiegelnden Wasser und dem Sonnenuntergang ein wenig schwierig waren… ich hoffe ich habe einiges aus den Bildern herausgeholt und man möge mir künstlerische Dramatik verzeihen. 😉

Startklar! LandungDie Bootvögel hatten auch keine Lust auf die große Strömung, daher wurde zwischendurch des öfteren mal zum Transportweg Luft gegriffen.

Segelflug In den Sonnenuntergang BesuchWie man an der Tönung merkt, kommt langsam der Sonnenuntergang auf uns zu… diesmal auch wieder eine sehr schöner mit tollen Farben (hab nur nachher bei manchen ein wenig nachgeholfen… aber die Anlage dazu war da).

Angeleuchtet Bootvogel im Sonnenuntergang GischtWir hatten sagenhafte 50cm hohe Wellen… so hoch sind die sonst nur, wenn ein großes Schiff vorbei fährt. Sie haben aber schön gespritzt. 🙂

Abendmahl SchulterblickTeilweise war es sehr spannend, welche Farben aus dem Sensor fielen (siehe Bild hier drüber, das habe ich vom Farbstich her nicht verändert)… und daran war wieder enorm zu beobachten, wie auch der JPG-Prozessor mit Gegenlicht umgeht. Manche Einstellungen trifft die Kamera, bevor das Foto gemacht wird – diese sind im RAW enthalten. Einige Einstellungen werden dann erst bei der JPG-Entwicklung gemacht und teilweise sind die Unterschiede echt dramatisch (und kompliziert im Darktable nachzuvollziehen, wenn man RAW und JPG gegeneinander hält).

Alpen FarbschichtungenHier noch ein paar Alpen in der Ferne… und krass farbiger Himmel.

Wolkendynamik Brennender Himmel Abendstimmung am SeeDas wars dann wieder für dieses Mal! Ich hoffe es hat euch gefallen. Die RAW-Bearbeitung ist echt eine ganze Menge Arbeit irgendwie … auch da müsste ich wieder meinen Workflow mit digiKam & darktable verbessern um die Stärken der jeweiligen Programme auszuspielen. Aber mal sehen. Vor allem nehmen die Files jetzt viel Speicherplatz weg… vielleicht einfach nach nem halben Jahr die RAWs wegwerfen oder so.

5 Kommentare zu “Bootvogel im Sonnenuntergang

  1. Ute

    am 10.01.2015 um 21:42

    Der Himmel sieht schon ganz schön dramatisch aus. Sehr dunkel, aber die Motive sind super, besonders die startenden Bootvögel.
    Das unbearbeitete Foto gefällt mir farblich am besten.
    Es war bestimmt ein sehr interessanter Nachmittag am Wasser, gerade bei diesen Wetterverhältnissen. Wäre auch gerne dort gewesen. 🙂
    Danke für die schönen Bilder

    • Faldrian

      am 10.01.2015 um 23:20

      Mir scheint alles ist ein wenig dunkler, wenn man die RAW-Entwicklung benutzt… also die Bilder kommen erstmal dunkler rüber, scheinbar hellt die JPG-Verarbeitung da nochmal ordentlich was auf. Ich habe teilweise schon bei der Entwicklung 0.5 EV dazugegeben oder so.\nFarblich habe ich hauptsächlich an den Himmeln was gemacht, sonst kaum. Nur gerade gerückt, zugeschnitten und an der Gradienkurve gedreht. :)\n\nPrima, dass es gefällt. 😀

  2. Nika

    am 11.01.2015 um 08:55

    Faldi, das sind ja Wahnsinnsfotos! 🙂 Das Wellenfoto und die fliegenden Schwäne gefallen mir sehr! Ach, die sind alle super. Und farblich muss man bei solchen Motiven wirklich nicht machen. Die Farben der Natur sind schon schön genug.

    • Faldrian

      am 11.01.2015 um 14:31

      Ja, die Farben sind schön genug – nur sieht das der Fotoapparat anders und ich musste aus dem, was der mir dann aufgenommen hat erstmal wieder die Farben herstellen, die ich gesehen habe (und auf obigen Bildern dann zu sehen sind).

      Toll, dass es so gut gefällt! 🙂

  3. Bernd

    am 11.01.2015 um 22:29

    Spannende Bilder, eine schöne Serie. Die Erfahrung mit dem Vergleich manuelle RAW-Entwicklung zu In-Camera-Jpeg habe ich auch schon gemacht; man traut sich gar nicht die Regler so weit zu ziehen, wie das virtuell offenbar die Camerasoftware macht. Da muss man sich wohl wirklich so positionieren dass man sagt: Ich will meine Emotionenin jenem Augenblick einfangen und versuchen, auch später beim Betrachter Emotionen entstehen zu lassen. Das was Dokumentation versucht weitgehend zu vermeiden, ist dem Künstler ein Befürfnis.
    LG, Bernd

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