Festungsruine Hohentwiel

Seit einiger Zeit wollte ich mal die Festungsruine Hohentwiel besichtigen, da am Wochenende meine Familie zu Besuch war lohnte es sich dann nochmal besonders. Mit meinen Eltern wird jeder Ausflug zum Photowalk. 😉

ZiegentourAm Fuße des Bergs machte sich eine kleine Reisegruppe mit Packtieren startklar. Die Leiterin dieser Eventagentur herrschte uns mit „Wenn die Herrschaften denn weitergehen würden…“ an, als wir kurz auf dem Fußweg stehen blieben um Fotos zu machen (Aufschrei! 😉 – schließlich sind Mutti und Freundin keine „Herrschaften“). Sehr unfreundlich, obwohl sie nette PR für die Agentur hätte haben können. So gibt’s dann eben nur diese ernüchternde Erinnerung. 😛

Hundewettrennen

Neben dem Berg fand ein  Hunderennen statt und einige der Wanderwege waren abgesperrt, da sie über die Wiese geführt hätten. Nebenan auf einem Parkplatz waren Wohnmobile zu sehen, bei denen im hinteren Teil zwei kleine Räume für Hunde eingebaut waren, so dass diese ihre Hundehütte im Wohnmobil integriert hatten.

MarienkäferWie auch schon beim letzten Beitrag, bei dem ich mit der Familie unterwegs war, habe ich wieder verschiedene Objektive für die Fuji X-E2 ausprobiert. Diesmal kamen auch wieder das 60mm Makro und das 50-230mm Zoom zum Einsatz, von dem man nachher noch etwas sehen wird.

BärlauchfrüchteBärlauchblüten

Bärlauch CloseupDer ganze Weg hoch zur Ruine war viele dutzend Meter lang mit dichtem Bärlauchbewuchs gesäumt. Dort schien das Licht dann stellenweise durch, es sah einfach bezaubernd aus. Wir haben gewitzelt, dass wir das nächste Mal dann Anfang April dorthin fahren werden um tonnenweise Salat zu machen. 😀

Kanibale HummelbesuchAuf dem Weg hat eine Schnecke eine andere einfach aufgefressen… nehmen, was da ist, ne?

Licht am Ende des TunnelsIn die Ruine geht es durch ein paar düstere Tunnel. Obwohl es warm und trocken war, waren Boden und Wände im Tunnel mit Kondenswasser benetzt, so dass man vorsichtig über das Kopfsteinpflaster laufen musste.

Hohentwiel Eingang EidechseUnd hinein geht’s in die Ruine. Begrüßt wurden wir von einer Eidechse.

RauchabzugBlick zur nächsten Burg

Oben erkennt man in der Mauer, wo der Kaminschlot war – vom Erdgeschoss und die Einmündung vom 1. Geschoss. Auf dem zweiten Bild sieht man, dass hier in der Gegend überall diese kleinen Vulkanberge sind und eigentlich auf so ziemlich jedem eine alte Burg steht. War früher sicherlich praktisch, wenn man das Land kontrollieren wollte.

Da unten!Lichteinfall

Man konnte von oben nicht nur zu anderen Burgen sehen, sondern auch z.B. dem Enkel zeigen, wo denn welche Teile von Singen sind. Außerdem leuchtete hier das Licht schön durch die Ruinenteile… großartiges Spiel mit der Dynamik.

Von oben aus habe ich das Fujifilm XC 50-230mm ausprobiert, da eine interessante Szene unten im Tal war… (immerhin umgerechnet 350mm Brennweite auf Kleinbild)

Krankenhaus SingenAuf dem Krankenhaus Singen war ein schweizer Rettungshubschrauber gelandet und dort wurden gerade wieder die Sachen zusammengepackt, da sie wohl mit ihrem Transport fertig waren.

Fahrstuhl ausgefahrenDiese Konstruktion mit dem hochfahrenden Fahrstuhlschacht hatte ich auch noch nicht gesehen.

Startvorbereitungen Los gehts!Auf dem nächsten Bild sieht man auch gut die Hitze, die aus den Triebwerken des Hubschraubers kommt und vom Luftstrom nach unten gedrückt wird.

AbgasunschärfeSo… und nun zurück zur Ruine – mit Blümchen!

Lila BlumeWeinkellerAuf einer Infotafel stand, dass in der Ruine bis zu 109.000 Liter Wein gelagert wurden. Sie hatten dort mehrere große Weinkeller, die alle nass, kalt und dunkel waren. So was wäre auch ein super Setting für eine Pen & Paper Rollenspielrunde… wenn man noch ein bisschen mit Campinglampen nachhilft, dass man etwas erkennen kann.

Von oben konnte man auf die Grundrisse der Gebäude sehen, durch die wir ganz am Anfang gelaufen sind.

Grundrisse Blick von obenGanz oben angekommen stand im Innenhof ein Weißdorn, der von diversen Insekten bevölkert wurde.

Schwebfliege auf WeißdornDer folgende Ausblick hätte ein tolles Foto werden können… aber eine Person den Ausblick auch toll und hat sich einfach mitten rein gestellt. Gut so, so hat es auch seinen Charme.

Mitten im WegEin schöner Ausflug, der zwar für ungeübte Beine erstmal ein ordentlicher Aufstieg ist, aber mit einer schönen Aussicht und guten Informationen zum Aufbau der Anlage belohnt wird. War schön. 🙂

2 Kommentare zu “Festungsruine Hohentwiel

  1. Alex

    am 23.05.2015 um 15:23

    Oh, gute Idee! Ein P&P-Abend in einer alten Ruine! Muss direkt mal schauen, ob es bei uns was gibt, wo man sowas mal machen könnte 🙂
    Das Bild mit dem Mauerdurchbruch (neben dem Bild mit Opa und Enkel) ist super. Mit ein bisschen Phantasie kann man sich gut vorstellen, dass man eine andere Welt betreten wird, sobald man unter der Mauer hindurch gertreten ist 🙂

    • Faldrian

      am 23.05.2015 um 15:35

      LARP wird oft in Burgen veranstaltet, das gibt ein gutes Flair. Wenn man den ganzen Heckmeck mit den Verkleidungen nicht tun möchte, kann man sicher auch seine P&P-Runde mal in sowas entführen. 🙂

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