Blaue Stunde

Blaue StundeIch war gar nicht auf so ein Foto vorbereitet und kam gerade an der Stelle vorbei, da konnte ich nicht widerstehen. Glücklicherweise war dort eine Parkbank, auf die ich die Kamera einigermaßen ausrichten und drauflegen konnte um die Belichtung von 6,5 Sekunden durchzuführen. Für einen mehr oder weniger Schnappschuss eigentlich ganz nett geworden. 🙂

Vielleicht ziehe ich demnächst nochmal gezielt los um die blaue Stunde auszunutzen. Ich müsste nur vorher schon Motive sammeln, denn das Zeitfenster ist jedes Mal relativ kurz…

Tauwetter im Wollmatinger Ried

KontrastbaumMorgens wache ich auf und schaue aus dem Fenster – es schneit! Wahnsinn… gleich die Kamera geschnappt und heraus gerannt (nach dem Duschen, Frühstücken, ein wenig Youtubevideos gucken und Sachen für die Arbeit zusammensuchen… also total eilig!). Ich bin am Recyclinghof vorbei ins Wollmatinger Ried gefahren, habe dort den Bäumen beim Tropfen zugehört und dabei Fotos gemacht.

SchneespitzenDer Schnee hielt sich nur auf Sträuchern und Halmen, die ihn stark genug vom Boden und Wasser isolierten. Später habe ich noch ein bisschen Moos auf einem Baum gefunden, das Isolator zwischen dem Holz und dem Schnee gewirkt hat. Nur auf dem Moos hielt sich der Schnee, nicht auf dem Holz (das kann allerdings auch an der geringeren Rutschigkeit von Moos im Gegensatz zur recht glatten Rinde gelegen haben).

Blässhuhn mit eigener InselDeshalb heißt es „Wollmatinger Ried“, da hier überall dieses Pflanzenzeug herumsteht. Dazwischen hat ein Blässhuhn seine eigene Insel. Glückwunsch!

SchlafbankDer Schnee wurde etwas später deutlich mehr und lässt den Hintergrund in einem fleckigen Weiß verschwinden. Die Sandbänke im breiten Fluss sind bei passendem Wasserstand prima Schlafplätze für die Wasservögel.

Aufmerksame ErpelDiese Enten schauen etwas skeptisch herüber – ich wurde entdeckt! Aber ich bin an der Stelle sowieso beinahe bei meinem Arbeitsplatz, das hat also für den Vormittag in fotografischer Hinsicht gereicht. Hattet ihr auch Schnee? Wie hat er bei euch die Landschaft verändert und damit neue Perspektiven auf bereits bekannte Motive geschaffen?

Bevor ich hier jedoch zum Ende komme, ein paar Fotos vom nächsten Tag, denn da sah die gleiche Stelle anders aus, nachdem alles getaut war. Außerdem war Sonnenuntergang, der zeigte sich nochmal von seiner schönen Seite.

In die SonneFlussuferHa, endlich habe ich mal dran gedacht, bei solchen Landschaftsfotos eine weit geschlossene Blende zu wählen, F/13 in diesem Fall. Damit ist Vordergrund und Hintergrund scharf – welch ein Genuss für meine Augen. 😀

Stadtstimmung

Manchmal sammeln sich Fotos an, die nicht genug sind, dass sie für sich eine Geschichte erzählen. Trotzdem „müssen“ sie aber irgendwann raus. Daher habe ich es grob unter „Stadtstimmung“ zusammengefasst, da es hier um menschgemachtes Zeug geht.

Fahrendes WohnzimmerIch fahre viel Zug. Man könnte sagen, ich habe so richtig viel Übung darin (und dabei fahre ich total freiwillig – es gibt auch Leute, die müssen pendeln, davon bin ich aber nicht betroffen). Aus dem ICE (Bild oben) war ich gerade ausgestiegen, der Zug verweilte noch etwas am Bahnsteig und ich fand beim Blick über die Schulter die Szene einfach nett. Der Zug war recht voll, jeder Mensch auf dem Bild hat ein wenig seine Geschichte. 🙂

(Und weil das Leben nicht perfekt ist und es enorme Dynamik am Bahnsteig gibt, ist der Himmel ausgebrannt. Braucht sowieso keiner. :P)

Rheinbrücke bei NachtIch habe ein neues Stativ. Das musste ich testen, also habe ich mein beliebtes Fotografieziel zum Testen verwendet: Die Rheinbrücke, fotografiert von der Fahrradbrücke aus. Eigentlich müsste ich es mal andersherum versuchen, aber auf der Rheinbrücke würde ich auf dem recht schmalen Fahrradweg stehen, auf der Seite sind Fußgänger nicht erlaubt… vielleicht irgendwann, wenn wenig los ist und ich mir links und rechts ein gelbes Baustellen-Licht hinstelle. 😉

Zurück zum Bild. Aufgrund der Dunkelheit ist dies eine Langzeitaufnahme. Eigentlich wollte ich gerne den Seehas oder die Schwarzwaldbahn auf der Brücke haben, aber zumindest der Seehas sah weniger beeindruckend aus als obiges Bild, auf dem ein paar Busse die Brücke kreuzen. Nach dem herunterladen auf den Computer fiel mir das schöne Licht auf und die enorme Schärfe, die sich auf dem Kameradisplay noch nicht erahnen ließ. Technisch bin ich zufrieden, das Motiv könnte man noch optimieren. Aber zumindest ist das neue Stativ sehr gut und steht wackelfrei.

DampfzeichenAbends habe ich manchmal nichts Besseres zu tun als mit dem Fahrrad und der Kamera im Gepäck bei Regen durch die Stadt zu fahren. In diesem Fall wollte ich für das aktuelle Diaphoto „Lichtsignale“ ein Foto machen. Ich kam an der Fassade des Stadttheaters Konstanz vorbei und sah aus dem Augenwinkel beleuchteten Dampf aufsteigen. „Naja, mal sehen“ dachte ich zuerst, ging dann aber hart in die Bremsen, weil der nächste Gedanke „Ne, moment, da kannste was draus machen und DAS lässt du dir jetzt nicht entgehen!“ war.

Auf dem Foto sieht man einen Halogenstrahler, der in den Fußweg eingelassen ist und die Fassade beleuchtet. Dieser Strahler entwickelt so viel Hitze, dass darauf tropfender Regen verdunstet und ähnlich wie Atem sichtbar wird (es war etwa 2-3 °C warm). Dieses Schauspiel ging endlos so weiter und wie ein Lagerfeuer konnte man lange Zeit dort hinein starren. 🙂

Soviel zu der Ausbeute mit einem Stadtthema. Wie immer: Danke für’s reinschauen, lasst einen Kommentar da und macht schöne Fotos.

Zugbesichtigung

Ich hatte die Gelegenheit, mir mal eine Lokomotive von innen zeigen zu lassen und habe euch ein paar Eindrücke mitgebracht.

Niedliche Schweizer LokDie obige Lok habe ich mir nicht angeguckt – das ist eine Schweizer Lok, die kommt gleich zum Einsatz und löst unsere Lok ab.

Der IC von Stuttgart nach Zürich hat sieben Minuten Aufenthalt in Singen. Diese Zeit wird genutzt um die Lok der DB vom Waggonteil zu entkoppeln und eine SBB-Lok davor zu spannen. Das ist nötig, da der Fahrdraht in Deutschland ein breiteres Zickzack hat als in der Schweiz. Ab Singen ist das Schweizer Maß verbaut, so dass die SBB-Loks bis nach Singen fahren können. Würden SBB-Loks auf dem deutschen Maß fahren, könnte der Fahrdraht seitlich vom Stromabnehmer rutschen – andersherum können die breiten Stromabnehmer der deutschen Loks in der Schweiz anecken, wenn der Platz eigentlich nur die kleinen Stromabnehmer der SBB-Loks vorsieht. Als weiterer Grund, warum deutsche Loks ohne spezielle Ausrüstung nicht in die Schweiz dürfen, sind die dort verwendeten Zugsicherungssysteme (ZUB, INTEGRA, ETCS), die auf den meisten deutschen Loks nicht verbaut sind.

BR 120 DoppelDas ist die Lok, die ich mir angeschaut habe. Die Waggons, die hier dran waren sind mit der Schweizer Lok schon unterwegs und diese Lok darf so lange in Singen herumstehen und auf den nächsten IC aus der Schweiz warten, dessen Wagen sie wieder nach Stuttgart mitnehmen wird. Normalerweise reicht eine Lok Baureihe 120 für die Strecke aus, aber in diesem Fall hatten wir zwei.

Mit technischen Blabla und dergleichen halte ich mich in diesem Beitrag zurück, die Wikipedia hat zum Thema Bahn unendlich viel Krams, da kann man sich bei Bedarf durchwühlen und Abende bei verbringen.

Führerstand BR 120Der Führerstand der Lok. Die Lok weiß bereits, wo es in einer Stunde hin gehen wird, aber noch ist Ruhe angesagt. In der Mitte ist viel Platz reserviert für den Papierkram, der für eine Fahrt wichtig ist. Drumherum sind diverse Hebel… wieder der Hinweis, dass es woanders sicher besser erklärt ist. 🙂

Wenn man aus der elektronisch dominierten Branche kommt, dann war es für mich angenehm zu sehen, dass es vernünftige Hebel und Schalter waren, die den Eindruck erweckten, zwar gefühlvoll, aber auch mit klammen Fingern oder bei viel Erschütterungen noch sicher getroffen zu werden. Vor allem im Gegensatz zu all den kleinen Tastern und Knöpfen und Touchscreens, aus denen mein Alltag besteht. So eine Lok ist doch erstmal doch schweres Gerät (aber wie man sieht bereits mit Computern vollgestopft).

KontrollschrankEs gibt einige Schaltschränke in der Lok, die meistens etwa so aussehen. Diverse Steckmodule kümmern sich hier um die Überwachung verschiedener Funktionen. Das Areal an möglichen Fehlerzuständen war echt groß… wer in seinem Auto diese kleinen Leuchten für „zu wenig Öl“ und „nicht angeschnallt“ kennt, der multipliziere das mit 20 und dann hat man ein Gefühl für das Fehlermeldungs-Panel, das über der Frontscheibe des Führerstands angebracht ist.

KolbenkompressorEtwas grobschlächtiger: Der Hauptkompressor für die Druckluft, die von der Lok benötigt wird und auch zum Bremsen an die Waggons weitergegeben wird (ihr kennt diese kleinen Zeigerinstrumente an den Schalttafeln in den Waggons, da ist meistens auch eine Druckanzeige bei, die anzeigt, dass der Druck beim Bremsen absinkt). Obwohl es auf dem Bild nicht so aussieht – das Teil war riesig, in etwa wie eine Schubkarre.

So ein Blick aus der Loge hat auch was. 🙂

DurchfahrtWährend eines Halts im Führerstand. Die Lichtverhältnisse sind wie beim Autofahren eher dunkel in der Lok, schließlich muss man draußen wahrnehmen, was vor sich geht. Alles wichtige ist beleuchtet, alles andere hat griffige Hebel und ist auswendig gelernt (und der Lichtschalter ist auch gut erreichbar, sollte es nötig sein).Im BetriebIch fands total spannend und interessant, so eine Lok nicht nur von innen zu sehen (das kann man zum Glück auch in einigen Museen, zumindest ältere Loks), sondern auch mal ein Stückchen dabei zu sein, wenn so etwas gefahren wird – ein völlig anderes Gefühl. Zum Glück gibt es auch dazu einige Videos auf YouTube, womit man den Ausblick von vorne mal ein wenig mitbekommen kann. Außerdem gibt es sicher einige Dokus, die noch mehr von den Abläufen und Routinen im Betrieb erzählen, denn das war der Teil, der für mich besonders interessant war und eine ganz eigene Schönheit ausstrahlt. 🙂

Sonnenaufgang am Hörnle

Ende der blauen Stunde Gestern hatte ich mich informiert und herausgefunden, dass 7:47 die offizielle Zeit des Sonnenaufgangs sein würde. Also bin ich heute morgen früh aufgestanden um rechtzeitig am Hörnle zu sein. Ich vermutete, dass man dort besonders viel Himmel, wenig störende hässliche Gebäude und auch noch einen hübschen See als Szenerie gut gebrauchen könnte.

Alle Fotos hier im Blogpost sind farblich nicht verändert – es sind teilweise leicht gedrehte / zugeschnittene JPGs direkt aus der Fuji X-E2. 🙂

Golden eingetauchtDieser Blöde Pfahl war auch im oberen Foto schon zu sehen… aber dort habe ich ihn mit der „Fleckenentfernung“ von Darktable herausoperiert. Man könnte so schöne Fotos machen und dann stecken die Leute dort Dinge ins Wasser, lassen die Schwimmplattformen vom Sommer im Wasser und so weiter… aber was solls, das ist dort die Situation, damit muss man umgehen. Mit gefällt es trotzdem ganz gut.

Zeit für den SonnenaufgangEigentlich war ich nur gekommen um ein Foto der Taschenuhr (25€ über eBay vor einigen Jahren) beim Sonnenaufgang zu machen. Ich brauchte diese Woche noch ein Foto für das Diaphoto mit dem Thema „Zeit“. Ich hätte die Uhr vorher nochmal stellen sollen, denn sie geht hier drei Minuten nach (laut meiner Kamera ist es 7:48) – aber dazu hatte ich vor lauter Aufregung nicht die Zeit. Der Sonnenaufgang dauerte nur etwa zwanzig Minuten, da habe ich schon versucht das möglichste aus der Gelegenheit zu machen.

DunstschichtenVermutlich ist das die Uferseite mit Immenstaad in der Nähe, zumindest ist das die Richtung, in die ich fotografiert habe. Mir gefielen die Schichtungen der Berge und die Struktur der Wolken.

LichtfensterZeitlich sind wir jetzt etwas fortgeschrittener und schauen von Klein Venedig in Richtung Schweiz. Innerhalb einer halben Stunde hat sich die Lichtstimmung von Orange zu Beige gewandelt.

Einsame EnteDie Ente wirkt so einsam… aber in Wirklichkeit waren da noch viel mehr Enten, man muss nur den richtigen Moment abpassen. 😉

Das war der Sonnenaufgang und sicher nicht mein letzter, ich werde mich vielleicht mal wieder so früh aus dem Haus bewegen zum Fotografieren. Je näher wir dem Sommer kommen, desto früher wird das – und damit um so unwahrscheinlicher, dass ich das für eine gute Idee halte. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. 🙂

30 Sekunden See

30 Sekunden SeeIch hab mir ein neues Stativ gekauft, aber bevor es nun endlich ankommt, wollte ich trotzdem mit dem alten Wackelding mal raus und noch etwas fotografieren. In Zukunft gibt es dann mehr Stabilität. So sieht der Bodensee bei Nacht aus, wenn man 30 Sekunden nicht blinzelt. 😉

Das folgende Bild ist unscharf… ich hörte das Donnern auf der Brücke, gleich würde da ein Zug kommen. Die Kamera war auf dem Stativ aufgebaut, aber noch nicht eingestellt – also panisch mit dem Q-Button in das ISO Menü und runtergedreht was das Zeug hielt, ISO 250 erwischt (wollte ISO 200), aber gut genug – und abgedrückt.

Das Verwackeln könnte man jetzt auch als künstlerisches Element nehmen, denn das vibriert auf der Brücke ganz ordentlich, wenn da ein Zug vorbeifährt… 😉

DurchzugIch glaube das Foto wiederhole ich nochmal technisch sauberer – aber ich fands trotzdem stimmungsvoll. 🙂

Nebel im anderen Licht

LesezeitLetztens hatte ich so ein schönes Foto von Bergen hinter der Rheinbrücke, jetzt haben die Berge nochmal ein kurzes Cameo mit wunderhübschem blauen Wasser. Für diesen Beitrag habe ich die Fotos zweier Spaziergänge gemischt, damit der Stil nicht ständig so springt.

Fotografiert hab ich mit der neuen tollen Firmware 4.0 für meine Fuji X-E2 – das macht eine Menge Spaß, ist aber auch erstmal etwas ungewohnt, da das Menü und die Einblendungen komplett überarbeitetet wurden. Nach den zwei Tagen Benutzung gefällt mir die Version aber schon mal deutlich besser als die alte Version, es bedient sich schneller und es wird mehr angezeigt, was man eigentlich immer wissen wollte.

Hallo SchönlingIch bin ganz dreist über einen Zaun geklettert um auf die Wasserebene herunterzusteigen. Dieser hübsche Schwan Bootvogel machte gerade Krafttraining, denn er schwamm gegen die recht starke Strömung den Graben zwischen Innenstadt und Klosterinsel entlang. Daher hatte ich auch genug Zeit, das Objektiv zu wechseln und mich an den See zu hocken. Wie der Schwan es gewohnt ist, wenn da Menschen in Wassernähe kommen, kam er langsam angepaddelt und erwartete vermutlich, dass er gefüttert würde (hatte ich aber nicht vor). Daher hat er so schön für mich posiert, danke sehr. 🙂

AbendessenEin letztes Foto von dem Abend der ersten Tour. Es war Abendessenszeit für die Möwen, die meisten stehen brav an, aber einige können wieder nicht still sitzen und sind eindrucksvoll herumgeflogen.

Springen wir zu Heute. Obwohl in der Wettervorhersage „Sonne“ stand (Konstanzer verziehen nur müde den Mundwinkel), war natürlich in Wirklichkeit Nebel. Über dem Nebel versteckte sich die Sonne, zuerst sehr erfolgreich, später hat sie sich dann doch getraut den Nebel zu vertreiben. Aber der Reihe nach.

TurmwärterEiner hat wohl das Los gezogen und durfte auf das Schild, der Rest der Vögel trieb wieder als Vogelteppich auf dem See herum. Wo der See aufhört und der Himmel anfängt ist völlig ungewiss. Ich hatte zuerst überlegt, das Foto als Schwarzweiß zu entwickeln, aber irgendwie bin ich kein Schwarzweiß-Typ. Ich brauche immer die Farbe darin – und sei es nur so eine Schattierung wie hier.

Ist da noch was?Das Fußvolk hat die Promenade tapfer bewandert, das war schön anzuschauen. Hier wird noch gerätselt, ob die Sonne sich nun trauen wird oder eher nicht…

SonneBlick auf die Rheinbrücke und die Klosterinsel. Klar, oder? 🙂

Stadtstimmung bei NebelStändig musste ich bei diesem Foto denken „Geht mal mit den ganzen Masten da weg, das ist total hässlich!“ – aber eigentlich ist das genau die Definition von „Stadt“. Auf dem Foto sieht man Stadt-Infrastruktur im Gegenlicht vor Nebel. Wäre noch ein Ruderboot auf dem Dach eines Autos und ein Flugzeug am Himmel, hätten wir alle gängigen Transportmittel.

Im Stadtgarten haben mich ein paar Leute gefragt, ob ich ein Foto von ihnen machen könnte. Ich wollte schon meine Kamera anheben, aber da wurde mir ein iPhone in die Hand gedrückt. Nagut. 🙂

Ansonsten waren auch erstaunlich viele Touristen zu sehen, immerhin ist gerade Winter. Aber andererseits ist auch Fasnacht, das könnte eine Begründung sein.

TouristenDie Sonne hat sich dann doch geschämt, nachdem sie schon hervorgetreten war. Sie wurde ganz rot und wollte verschwinden, da habe ich – inspiriert durch mein Brücke+Berge-Bild – die Position auf die Fahrradbrücke gewechselt in der Hoffnung nochmal was mit Bergen und der Brücke zu machen, sofern das Licht mitspielt.

Dabei herausgekommen ist ein Werbefoto für Flixbus. Ich brauchte irgendwelche großen Autos auf der Brücke, da kam der Bus gerade recht. Vielleicht hätte ich auch ein paar Minuten auf den Seehas warten sollen, den mag ich als Gefährt noch viel lieber als ’nen Bus. Aber als der Seehas kam, war das Licht schon weniger und meine Kamera verpackt.

Versehentliches Flixbus WerbefotoNoch was zu dem Foto oben: Eigentlich wollte ich ja nur die Brücke und die flache Wolke auf jeden Fall drauf haben. Das hatte ich entsprechend fokussiert und dann so lange gewartet, bis genug „Action“ auf der Brücke war. Hat sich gelohnt. 🙂

Letztens habe ich in einem Youtube-Video gesehen, dass in Bezug auf Street Photography erzählt wurde, man solle „Mit der Szene arbeiten“ (Work the scene). Für mich bedeutet das, dass ich länger an einem Ort oder in einer Umgebung bleibe und verschiedene Positionen, Einstellungen und Bildausschnitte ausprobiere – und die Umgebung auch einfach beobachte. Wer oder was kommt vorbei, wie ist das Licht, passiert etwas mit dem Licht, wenn jemand oder etwas vorbeikommt… wenn man mit der aktuellen Position dadurch viel vertrauter ist, hat man eher ein Gefühl dafür, wie sich vielleicht noch ein gutes Foto machen lässt (anstatt, dass ich etwas sehe, ein Foto mache und schnell weiterlaufe).

Ich hoffe euch hat es mal wieder gefallen und mein beschreibender Text hat die Fotos sinnvoll begleitet, bis zum nächsten Mal. 🙂