Naturschutzgebiete

ErntezeitEndlich ist es wieder etwas wärmer und die Natur erwacht langsam wieder, so dass eine Waldbesuch mal wieder angesagt war. Eigentlich war der Gedankengang, dass in kleinen Teichen die Wasservögel vielleicht früher mit der Brut dran sind als die Vögel, die direkt am Bodensee nisten. Aus der Überlegung habe ich mich zu einem Naturschutzgebiet aufgemacht, das ich bisher nur vom Vorbeifahren kannte.

Bis ich allerdings am Teich angelangte kam ich an einer Stelle vorbei, an der einige Bäume aus dem Wald gepflückt worden waren.

SchnittstellenEin Stück weiter konnte ich eins der riesigen Gerätschaften besichtigen, die dazu verwendet wurden. Zum Größenvergleich: Eins der Räder reichte mir bis zum Bauchnabel.

Waldmonster Ein fester HändedruckEin wenig bedrohlich fand ich das doch, unter diesem großen Greifarm hindurch zu laufen. Klar, das Gerät war aus… aber ich hab doch genug Dystopien gesehen und allein die Vorstellung, wie fragil der Mensch gegenüber diesen kräftigen hydraulischen Zylindern ist… naja.

Das nächste Bild erschien mir seltsam… die Tannenzapfen hängen korrekt herunter – aber der Baum steht nicht richtig, er liegt. Wenn man also die Realität um 90° kippen würde, hingen die Tannenzapfen horizontal. Irgendwas stimmt hier also nicht. 😉

Hängt falschKurze Durchsage des Gebüschs neben mir: Es ist Ostern!

Ostern ist daDie Rinde vom folgenden Baum war einfach schön… sie hat mit ihrem Blau einen wunderschönen Farbkontrast zum warmgelben Farbton des Holzes ergeben. 🙂 Ich war zu faul zu zählen, aber einige Ringe hat der Baum schon angesammelt.

JahresringeSportpfadIch war eigentlich wegen eines Teiches gekommen – allerdings erwies sich das Licht als ungünstig und der Teich als unfotogen. So ist mir nur ein Foto geblieben, das ich hübsch genug fand.

Pflanzenknubbel im TeichDas war der Samstag. Heute am Sonntag ging es nochmal los, diesmal nebenan in ein anderes Naturschutzgebiet. Der Wald war einfach wunderbar… ich bin öfter komplett still stehengeblieben und habe keine Geräusche gemacht. Wenn man dann die Ohren schärft, hört man es überall knistern, knacken, summen, rufen und rascheln. Wenige Meter von einem entfernt bewegt sich plötzlich ein Blatt am Boden, einige Insekten fliegen vorbei. Irgendwo hört man einen Specht und die Sonne scheint warm ins Gesicht.

Waldweg Erster!Die Sonne hatte an manchen Stellen im Wald mehr Mühe um durch die dichten Baumkronen zu kommen…

LichtstrahlenZuletzt kam ich an einem Ameisenhaufen vorbei, der noch gar nicht besonders hoch oder ausgebaut wirkte. Vielleicht war der Haufen beschädigt worden oder die Kolonie zog um oder irgendwie so… auf jeden Fall war alles voller Ameisen. Große schwarze Flecken waren auf und um den Haufen… und wenn sich zwei Meter daneben hockte (näher hab ich mich nicht getraut) konnte man ein Rascheln von Millionen kleiner Füße hören. Ich fand das Summen dieses Ameisenhaufens erstaunlich laut, aber so genau hatte ich auch noch nie zugehört.

GewuselUnd hier nochmal ein kurzes Video, das ich vom Gewusel gemacht habe:

Hoffentlich gibts dann bald kleine Beibootvögel (Schwanen-Küken) und auch über kleine Entchen würde ich mich freuen, die ich dann in all ihrer Flauschigkeit fotografieren und beobachten kann. 🙂

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