Flugwerft Schleißheim

WasserflugzeugBei meinem Museums-Marathon bin ich am vierten Tag in die Flugwerft Schleißheim gegangen – einer Außenstelle des Deutschen Museums (und ist da).

Hier konnte die Geschichte der Luftfahrt anschauen (ein Teil, der sich mehr auf die Grundlagen bezieht, ist im Deutschen Museum ausgestellt). Daneben kann man auch die Geschichte des Standorts Flugwerft anschauen, wie sie zum ersten und zweiten Weltkrieg als Flugfeld und schließlich zerbombt und dann von den Alliierten besetzt und wieder aufgebaut wurde.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Irgendwie hat mich die Flugwerft nicht so umgehauen wie das Deutsche Museum. Vielleicht lag es daran, dass ich zu dem Zeitpunkt bereits drei Tage Museum hinter mir hatte – oder dass mich die militärische Fliegerei nahezu kaum interessiert. Ich hatte auch hier wieder das Glück, dass ich mich nach wenigen Minuten einer Führung einer Schulklasse anschließen konnte, die mir einen Überblick gab.

Dornier Do 31 E3Neben einigen interessanten Fakten aus den Experimenten im dritten Reich mit Überschallflugzeugen, bei denen die Piloten auf dem Raketentreibstoff saßen und bei der Landung reihenweise verätzt wurden und gestorben sind, kamen wir nach einer weile auch bei den mehr ausgereiften und eher interessanten Gerätschaften an. Die oben gezeigte Dornier ist ein Senkrechtstarter mit 2×1 großen Strahltriebwerken unter den Flügeln und 2×4 senkrecht stehenden Strahltriebwerken an den Flügelspitzen (da, wo diese Beulen sind).

Eins der Strahltriebwerke stand unten aufgeschnitten, dort konnte man den Aufbau schön betrachten. Als Besonderheit kann hier der Austrittswinkel von kalter Bypass-Luft (was vorne angesaugt wird, aber nicht durch die Brennkammer geht) und der Abgas-Luft verändert werden, so dass die Triebwerke das Starten unterstützen können.

Turbine mit schwenkbarem Luftaustritt Innerer Aufbau einer TurbineEigentlich wurde das Flugzeug dafür entworfen, dass damit z.B. ein beladenes Auto zum Einsatzort gebracht werden kann. Der Laderaum ist auch schön groß und sah aufgrund der sichtbaren Struktur spannend aus.

Senkrechtstarter LaderaumCockpitBei einem Senkrechtstarter mit 10 Strahltriebwerken braucht man auch ein paar mehr Anzeigegeräte… das Cockpit war enorm unübersichtlich, aber ich hab davon ja sowieso wenig Ahnung. Heute würde man da einfach alles voller Bildschirme pflastern und dann würde das schon gehen. 😉

Meep Meep!Meep-Meep! (Klasse vom Vorderrad des Flugzeugs)

Da es eine Flugwerft war und die Ausstellungsstücke direkt vor Ort aufbereitet wurden, konnte man auch einen kleinen Blick in die Werkstatt werfen, in der gerade an einem Jet ohne Flügel gewerkelt wurde.

Fighter ohne FlügelIn der Halle vorderen Halle gibt es viele kleine Flugzeuge, davon einige ziemlich hübsche ältere Modelle. Einige von den Museumsstücken werden tatsächlich noch geflogen, obwohl sie aus den 30er Jahren sind.

Lebendiges Museumsstück ich konnte den Besitzer, der das Flugzeug gerade pflegte, fragen ob ich einen Blick hinein werfen durfte … am Cockpit sieht man vor allem das Alter des Flugzeugs.

Innenansicht altes FlugzeugVon den kleinen Flugzeugen gefiel mir dieser Porsche am besten… sieht irgendwie niedlich aus. 🙂

Porsche FlugzeugSoviel zu der Flugwerft. Ich bin da auch nur 3-4h gewesen, dann war ich irgendwie „durch“. Daraufhin bin ich weiter gefahren und habe den Flughafen München besichtigt, vor allem den Besucherhügel – aber davon mehr im nächsten Blogbeitrag.

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