Waldwochenende

Der DurchgangIch war wieder mal ein Wochenende mit vielen netten Menschen unterwegs im Nirgendwo. Das Dorf wurde im Tal gegründet, weil dort eine Kreuzung ist. Entsprechend belebt war es auch, aber beim Spaziergang durch „die“ Straße hab ich aus einem Zimmer Gabber-Musik gehört… es scheint also dort auch junges Volk (oder unkonventionelle Alte) zu geben. Ich war überrascht.

Während die meisten Leute vor allem viel socialised (yeah, Neudeutsch) haben, hab ich nicht widerstehen können und bin fast jeden Tag raus in die Natur um einen Wanderweg zu erkunden, zu dem ich auch weniger wandererprobte mitnehmen könnte. Leider ist es immer etwas ausgeartet, so dass ich nichts passendes fand – aber ich hatte meinen Spaß und schöne Fotomotive. Viel Spaß also mit der Natur rund um „Gießübel“.

SommerbergDer Name beschreibt es eigentlich ganz gut. Die Sonne hat geknallt, es ging bergauf und um mich herum war verdorrtes Gras.

Wenn man sich allerdings umgeblickt hat, gab es als Ausgleich eine schöne Aussicht mit schönem Lichteinfall.

TalstraßeEin Stück weiter konnte man schön beobachten, dass für die Stromleitungen eine exakte Schneise in die Wälder gehauen wurde. Es sah aus wie einmal mit der Schermaschine ausgerutscht.

StromschneiseDie Bäume hatten teilweise viele Äste verloren oder haben aus anderen Gründen viel Harz abgesondert. Es lief in langen Bächen die Bäume herunter.

Der Baum blutet Und so entsteht Bernstein

Kommen wir nun zu meinem Lieblingsgebiet… die kleinen Details im Wald. Und Moos. Hab ich schon erwähnt, dass ich Moos mag? Ach… so oft. Okay.

Moos im Licht Zweiglandschaft Gefangen LamellenWie in jedem genutzten Wald gab es auch hier große Stapel mit geschlagenem Holz. Ich hatte bisher noch nicht beobachten können, wenn es auch abgeholt wurde. Als der Lkw an mir vorbeifuhr bin ich weit von der Straße, der Fahrer ist kurz langsamer geworden (danke!) und hat eine weiße Wand hinter sich hergezogen.

Forstwirtschaftsweg SubtilAn einem anderen Tag bin ich in die „Gießübler Schweiz“ (Ja, wirklich) – scheinbar kann man alles Schweiz nennen, was interessante Gebirgeklumpen im Wald hat. Mir solls recht sein, es sah wirklich hübsch aus. Hab ich Moos schon erwähnt?

Moosfels Schwarzes GefelseDurch diesen Abschnitt des Waldes ging es nicht mehr auf breiten Forstwirtschaftswegen, sondern auf schulterbreiten zugewucherten kleinen Wanderwegen. An einer Kehre auf dem Weg zu einem Wasserfall stand dieses Schnitzwerk. Das war schon so – hübsch dekoriert.

War schon soWeiter ging es zum Wasserfall. Unglaublich, wie rieeeesig der war – wenn man eine Dusche aufdreht, kommt mehr raus. Trotzdem ist ein kleines Bachbett im Wald immer ein Hingucker.

Der größte Wasserfall aller Zeiten Die Brücke über den reißenden StromIm Tal angekommen bin ich weitergelaufen, bis ich schließlich vom Weg ab kam und den kleinen Bach gefunden habe, in den das Wasserfall-Rinnsal gemündet hat. Die Perspektive ist schon recht nett, wenn man sich breitbeinig auf Steine an beiden Seiten des Ufers stellt – und damit kämpft weder die Kamera noch sich selber hineinfallen zu lassen.

Mit dem Bach per duWieder einen Tag weiter hatte es richtig übel gegossen. Nach dem Regen war dann aber die ganze Landschaft nass und die Sonne zeigte Stärke in dem sie versuchte, alles Wasser zu verdampfen … mit wunderbaren Effekten.

Luftfeuchtigkeit Zugehangenes Tal SchichtungNach all der Natur muss ich noch ein Highlight aus dem Hausleben zeigen. Der Ruf nach Schokoladenpudding ging herum – natürlich hatten wir keine Puddingmischung. Vorhanden war aber Stärke, Kakao und Zucker. Unsere findigen Küchenmeister haben also ihr ganzes Talent aufgewendet und die beste Abdichtmasse Pudding gemacht, die ein Bildhauer jemals gesehen hat.

Es schmeckte durchaus passabel, aber die elastischen Fähigkeiten waren deutlich spannender als der Geschmack. Manuelle Tests erwiesen, dass der Pudding ebenfalls als Therapieknete geeignet war. Ein Multitalent!

Formstabiler Pudding Zur Therapiemasse geeignetAuf dem Weg nach Hause zeigte sich die Wolkendecke nochmal von ihrer hübschen Seite und schenkte zum Abschied einige Sonnenstrahlen. Es war schön, bis zum nächsten Mal!

Tschüss, Wochenende

2 Kommentare zu “Waldwochenende

  1. Ute

    am 17.09.2016 um 19:59

    Vielen Dank für deinen amüsanten Bericht mit den schönen Fotos.
    Diese sind prima gelungen. Hübsche Gegend.
    Warum mußte ich bei deinem Schokopudding bloß gerade an „mein Bauschaumprojekt“ denken? 🙂

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