Flughafen Zürich im Frühling

Ich war zum zweiten Mal am Züricher Flughafen (erstes Mal) und habe mich diesmal mit einigen weiteren Flugzeugbegeisterten zum gemeinsamen Fotografieren und Fachsimpeln getroffen. Das Wetter war zuerst dunstig und bewölkt und klarte erst im Verlauf des Tages auf.

Während die anderen auf der Terrasse am runway-zugewandten Ende stehenblieben, bin ich mal herumgelaufen zu den Gates und habe Flugzeugen bei der Abfertigung zugeschaut. Ähnlich wie bei der Bahn finde ich die verschiedenen Abläufe und Arbeitsschritte bis zum abflugfertigen Flugzeug mindestens so interessant wie sie im Flug zu sehen.

Das Gepäck wird vorne und hinten unter den Passagieren eingeladen, oben wird die gastronomische Versorgung in die Galley verbracht.

Der Treibstoff kommt an den Gates über unterirdische Leitungen, an die sich ein kleiner Wagen anklemmt und die Abrechnung und Befüllung übernimmt.

So, bereit für das Pushback vom Gate (bzw. schon mitten dabei). Dazu wird das Vorderrad vom Flugzeugschlepper umfasst und leicht angehoben (zumindest bei den kleinen Flugzeugen) und dann geschoben.

Flugzeuge der Edelweiss Air gibt es in klein und putzig…

… und in groß mit viel Reichweite. 🙂

Dieses hübsche Flugzeug hatte Probleme, so dass es abgeschleppt werden muss (inklusive Safety-Car). Es hatte zuvor an der letzten Position vor der Runway gestanden und sich lange Zeit nicht weiterbewegt, bevor es abgeschleppt wurde. Vorher war ich etwas traurig, weil ich keine Chance hatte es aus der Nähe zu fotografieren – aber dann ist es extra nochmal vorbeigekommen. Wie lieb. 😀

Stilecht zu den Abflügen der SWISS hatten wir ein Täfelchen Flugschokolade dabei, die man bei den Flügen der SWISS bekommt.

Im zweiten Bild sieht man Kondenswasser in den Großen Fans der Triebwerke. Die Triebwerke laufen auf Hochleistung und saugen dort so schnell die Luft an, dass ein starker Unterdruck entsteht und die Luft ihr Wasser nicht mehr halten kann.

Ein kleineres Flugzeug von Air Berlin packt gerade das Fahrwerk ein. Das spart so viel Treibstoff, dass es so früh wie möglich (aber nur wenn alles sicher ist) gemacht wird.

Zwischendurch hat die Flughafenfeuerwehr mit Wasser gespielt:

Wir sind dann weiter gewandert und an die Landebahn gelaufen, an der die Flugzeuge im Landeanflug direkt über den Kopf flogen. Hier ein kleiner Business Jet.

An sonnigen Tagen (und vermutlich wieder vermehrt im Sommer) ist der Flughafen für Züricher ein beliebtes Ausflugsziel. So sieht man auch viele Familien zum Currywurstessen an den Zäunen (hier ohne Currywurst, dafür mit Familie).

Ich brauche für das nächste Mal unbedingt schalldämpfende Kopfhörer oder Ohropax… wenn eine A340 mit 40m Abstand über deinen Kopf fliegt WILLST du dir die Ohren zuhalten (und nicht mit der Kamera scharf stellen).

Ich mag Fliegen, fahre aber meistens eher Bahn, da es (mit Bahncard oder Sparpreis) günstiger ist auf meinen üblichen Distanzen und ich mir dem Flieger ebenso lange unterwegs wäre. Zudem muss ich mir keine Gedanken um Gepäck machen, es werden (noch nicht, wehe ihr ändert das) keine PNR-Daten erhoben und – und das ist das wichtigste – mit der Bahn habe ich einen erheblich geringeren CO²-Ausstoß meines Verkehrsmittels. Es ist also besser für die Umwelt.

Trotzdem sind Flugzeuge toll und wenn sie sowieso schon mal fliegen, kann man sich das Schauspiel auch anschauen. 🙂

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