Innradweg: Tag 7, Tagesausflug Chiemsee und Ende

Der heutige Tag sollte ein Verschnauf-Tag nach der Regentour gestern werden und so widmete ich mich dem Chiemsee. Bei richtig gutem Wetter wäre ich sicher von Rosenheim aus mit dem Fahrrad einmal um den See gefahren und hätte damit viele schöne Fotos machen können, das wären ~ 92 km gewesen. Da das Wetter aber weiterhin regnerisch sein sollte, fuhr ich mit dem Zug (bzw. Schienenersatzverkehr) bis nach Prien und ging an der Promenade bis nach Breitbrunn spazieren.

Das Wetter blieb eher… dystopisch. Trotzdem fielen einige nette Fotos dabei heraus und mit der Fotografie von See-Landschaften hatte ich aus Konstanz schon ein wenig Erfahrung. 😉

Falls das Vieh dreckig wird, muss man auch mal ab und zu das

In Breitbrunn stellte ich fest, dass der Bus, den ich eigentlich zurück nach Prien und dann nach Rosenheim nehmen wollte, nur an Werktagen oder zumindest auf keinen Fall an Ostern fährt… so dass die schnellste Verbindung nach Hause ein 1.5h Fußmarsch zurück nach Prien sei. Durch mittlerweile strömenden Regen mit Wind, der das Halten des Regenschirms in eine Kraftsport-Aufgabe verwandelte.

Ein letzter Blick auf die Alpen… ich hatte mich mittlerweile nach einem Blick auf die Wettervorhersage entschieden, die Innradtour an diesem Punkt zu beenden und mir die restlichen 180 km zu schenken. Das meiste von den Bergen hatte ich gesehen, schönes Wetter und viel Spaß gehabt und nun musste ich nicht noch drei Tage durch Regen und Schnee fahren nur damit ich sagen kann „ich hab alles“. Wenn die Landschaft am deutschen Inn so weitergeht wie bisher, dann gabs da sowieso nicht viel zu holen, auch wenn mich ein älterer Herr im Bahnhof später darauf hinwies, dass die Landschaft auch sehr schön sei. Vielleicht ein andermal.

Abreise

Wie oben schon erwähnt reiste ich nach zwei Übernachtungen in Rosenheim wieder zurück nach Konstanz. Diese Flexibilität ist ein Vorteil davon, dass ich die nächste Unterkunft immer erst am Abend vor meiner Abreise gebucht habe. Ich bin am Abreisetag morgens aufgewacht und der erste Blick aus dem Fenster zeigte heftiges Schneetreiben. Damit fühlte ich mich in meiner Entscheidung weiter bekräftigt und machte mich mit meinen sieben Sachen auf zum Bahnhof.

Tickets für die Fahrradmitnahme, wenn es über einen Verkehrsverbund hinausgeht, scheint man nicht am Automaten kaufen zu können, also habe ich kurz und angenehm mein Ticket am Schalter gekauft und bin dann zum Zug.

Fazit

Die Fahrradtour war eine prima Idee und mit überschlagen etwa 550€ Kosten für 9 Tage durchaus eine akzeptable Unternehmung. Man hätte es sicher günstiger gestalten können, wenn man noch mehr auf Jugendherbergen geachtet hätte (wobei ich mich da schon bemüht habe) oder zu einer Saison gereist wäre, in der die Jugendherberge in Scuol offen gehabt hätte. Alternativ könnte man im Sommer sicher auch mit dem Zelt losfahren und damit den Preis zu Lasten des Komforts erheblich drücken – aber für mich war das eine bewusste Entscheidung, dass ich jeden Abend eine bequeme heiße Dusche und WLAN haben wollte um mich komplett entspannen zu können. 🙂

Die schönsten Etappen waren die mit einer Mischung aus leichter Bewölkung und Sonne bei etwa 18-20 Grad und schöner Aussicht durch die Berge. Leichte Steigung und Gefälle würde ich immer wieder nehmen, denn dabei fällt meistens auch gute Aussicht bei ab (im Gegensatz zu den flachen Wegen der letzten Tage). Vielleicht könnte man die südlichen Alpen nahe Norditalien auch noch befahren und dort einige nicht so herausfordernde Radwege befahren, danach werde ich in Zukunft mal schauen.

Die komplette gefahrene Strecke inklusive der Unterkünfte hab ich mal auf dieser Karte dargestellt. Viel Spaß beim Nachahmen und ich hoffe meine Berichte haben euch gefallen und einen guten Eindruck vermittelt.

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