Comic Con 2017 in Stuttgart

Ich war auf der Comic Con 2017 in Stuttgart. Seit der Animagic 2006 ist es her, dass ich auf so einer medialen Messe war – und es waren schöne Eindrücke.

Auf dem Hinweg hat man schon ab Böblingen Leute in Cosplays gesehen und ich hab mich einfach an eine Gruppe dran gehängt. Jetzt weiß ich, wie es Leuten geht, die zum Chaos Communication Congress mitgehen, aber eigentlich gar nicht so viel Ahnung von Technik haben – ich habe so etwa die Hälfte der Gespräche verstanden. „Ja, also ich shippe ja eher so alles, aber wenn Leute das halt nicht mögen, warum wenden sie dann die Energie dafür auf, das zu kommentieren – hast du schon die letzte Staffel von {wasauchimmer} gesehen? Woaaa, mega!“

Es war trotzdem toll, einzutauchen… ein bisschen wie früher auf der Animagic. 🙂

Wie so viele Conventions war sie gut besucht – es schoben sich große Massen von Leuten durch die Gänge, alle waren freundlich und rücksichtsvoll soweit ich das mitbekommen habe und es gab viele schöne Momente zu beobachten.

Ich habe versucht ein paar Details einzufangen, habe dabei Halle 3 (wo es um Film/Events ging) fast vollständig ausgelassen, da mir Halle 1 (Comics) deutlich mehr zugesagt hat.

Es gab viele Plüschis und diverse andere szenetypische Dinge zu kaufen… und Tee… und Bubble-Tea. 🙂

Die Halle hat eine Galerie, die einmal drumherum führt. Das ist wichtig, denn von oben kann man sich einen Überblick verschaffen und frische Luft schnappen – zu Anfang war die Lüftung noch nicht auf Durchzug gestellt und es wurde doch ziemlich stickig in den Gängen. Das gab sich dann um die Mittagszeit wieder.

In einem Bereich gab es viele Künstler, die ihre Werke verkauft haben oder für so 10-25€ ConHon-Einträge oder Portraits malen wollten. Für mein Gefühl war das der Bereich, in dem viele Leute waren, die eher losgelöst von Verlagen waren und eher ihr Ding machen wollten, vielleicht auch viele Leute, die ihre Kunst als großes Hobby betreiben – aber da möchte ich mir kein Urteil erlauben, ich hab mit niemandem dort gesprochen, es waren da viele schöne Zeichnungen zu finden. 🙂

Beim Herumlaufen stolperte ich immer wieder über Cosplays, deswegen sind sie hier auch quer durch den Blogpost zu finden.
Transformers als große Cosplays mit Geräuscheffekten und Lichtern – sehr viel Bewegung war darin nicht mehr möglich.

Cosplays, für die ich mich zu wenig auskenne… (ich habe mir sagen lassen, das obere ist aus dem neuen Harry Potter und das untere ist Korosensei aus Assassination Classroom)

Eine Ygritte aus Game of Thrones (hab ich mir sagen lassen, vielen Dank). Hatte ich zuerst mit Aloy aus Horizon Zero Dawn verwechselt… aber ich hab echt kaum Plan. 😀

Und einige weitere Cosplays… es ist beeindruckend und toll, wie viel Mühe die Leute sich für ihre Kostüme geben. 🙂

Für den Steampunk-Bereich hat diese Dame ein irres Cosplay … mit Jet-Pack.

In der Halle 3 war ich dann doch ganz kurz und habe noch einige Cosplays / Dinge zum Thema Star Wars gesehen:

Zurück zum namensgebenden Element: Comics! Deshalb einmal Mario Bühling beim Zeichnen am Stand von Kwimbi.

Nebenan saß Sarah Burrini, die unter anderem den Webcomic Das Leben ist kein Ponyhof malt und letztlich auch Auslöser dafür war, dass ich dachte „joa, fährste halt zur ComicCon, wäre cool, die ZeichnerInnen, die du auf Twitter liest, auch mal «in echt» zu sehen“.

Bei Panini saß Daniela Schreiter, im Internet als Fuchskind unterwegs und ihre Figuren und Comics bringen mir immer Freude und mich zum Schmunzeln. 🙂

Ich fand es total schön, den KünstlerInnen beim Zeichnen zuzuschauen und merkte dann auch, dass es so viel Übung und Hingabe ist, die hinter der Kunst steckt. Diesen Aufwand muss man eben auch honorieren, wenn man sich sonst denkt „naja, hat ja nur 10 Minuten für den Comic gebraucht“ – die Person hat sich aber auch ewig lang mit dem Zeichnen im Vorfeld beschäftigt, die Motorik dazu trainiert und das Gefühl für Proportionen und Schattierungen und Raumwirkung aufgebaut… 🙂

Mich hat das Zuschauen zumindest inspiriert, wieder etwas mehr Sorgfalt und Zeit ins Comic-Skizzieren zu investieren.

Außer den Comics gab es dann noch ein bisschen Tanzmatten-Action…

… und LEGO.

Eine ganze Menge Lego zu Star Wars…

Es gab noch weitere sehr großartige Gebäude aus Serien, Filmen und Spielen. Ich merkte dabei, dass sich die Ähnlichkeiten zwischen Minecraft und Lego hier stark zeigen.

Wie immer bei solchen Ausstellungen wirkt es viel besser, wenn man es direkt sieht – weil dann die räumliche Komponente besser funktioniert. Das ist beim Miniaturwunderland genauso.

Wieder zurück in der richtigen Welt: Von oben hat man sogar einen Einblick hinter die Kulissen… 😀

Es gab viele Stände mit wirklich vielen Comics … ich bin aber so ein Comic-Noob, dass ich nicht mal Zeit hatte zu stöbern oder zu gucken – oder nicht die Ruhe. Vielleicht gehe ich auch einfach mal in den Comicladen hier und blättere etwas herum… vielleicht lasse ich mich auch besser beraten, weil ich nicht einmal weiß was ich will – ich glaube, wenn ich sehe, was ich mag, dann merke ich das, aber vorher könnte ich es nicht beschreiben.

Neben den Comics gab es auch Spieleverlage und Ausprobierecken.

Leute in aufwändigen Kleidern…

… und einen Stand der Jedipedia. Klar, passt auch gut ins Thema. 🙂

Auf zwei kleinen Bühnen wurden Comics vorgelesen (mit den Panels auf die Leinwand dahinter projiziert), Stiftehersteller stellten ihre Produkte vor oder Cosplayer gaben Hinweise, wie aufwändige Cosplays zu basteln sind.

Nach fünfeinhalb Stunden war ich wieder aus der Messe raus, ich hatte das Gefühl genug gesehen zu haben. Ich wollte zu keiner Bühnenshow hin und hatte die ZeichnerInnen gesehen, die ich wollte und mich ansonsten großflächig inspirieren lassen. Irgendwann kann der Kopf nicht mehr viel aufnehmen und dann merke ich, dass es reicht, also ab nach Hause.

Vielen Dank an die Leute, die so eine schöne Veranstaltung möglich gemacht haben, vielleicht bin ich doch wieder ein wenig in Richtung Comics angefixt…

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