Weihnachtsmarkt Ravennaschlucht

Ich war mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht unter der Ravennabrücke. Es hatte vorher ein paar schneereiche Tage gegeben und die ganze Landschaft war wunderhübsch mit einer handbreit Schnee überzogen, teilweise sogar mehr.

Zum Weihnachtsmarkt kommt man gut mit den kostenlosen (bzw. über den 4€ Eintritt quer finanzierten) Shuttlebussen, die von Hinterzarten und Himmelreich fahren. Mit dem Auto bis dorthin zu kommen ist illusorisch, wir haben in Hinterzarten nur mit langer Suche und einigem Fußweg einen Parkplatz gefunden, von daher ist man lieber früh da oder reist (falls möglich) mit der Bahn zu diesen beiden Orten an.

Auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt sieht man schon das Viadukt als Wegweiser zum Markt, genau dort muss man hin – und dort strömt auch alles hin.

Die schönste Dekoration waren die Eiszapfen und der Schnee, der sich über alles gelegt hatte. Die Farbkleckse der Weihnachtskugeln und Lichterketten gaben ein bisschen Abwechslung, aber waren nur Beiwerk.

Der Markt war gut besucht – und das war erst am frühen Nachmittag, denn das wahre Farbspiel beginnt erst zur Dämmerung (zu der wir nicht mehr geblieben sind, weil es kalt war und wir schon alles gesehen hatten nach zwei Stunden).

Die Marktstände waren einheitlich (vermutlich vom Veranstalter aufgestellt und von den einzelnen Standbetreibern dann gemietet) und hatten die übliche Auswahl an Kunsthandwerk (Klimbim) und Verköstigung (Mampfzeugs). Es gab einen Stand mit schönem Met und auch einen Raclette-Stand, an dem der Käse direkt vom großen Stück auf das Brot abgeschabt wurde.

Später wurde dann ein kleines Feuer aus einigen Paletten entfacht, das ordentlich Strahlungshitze abgab. In der ersten Reihe war es warm, in zweiten genauso kalt wie überall woanders. 😉

Wir haben dann noch die anderen Ausläufer des Markts erkundet, was im wesentlichen ein zweiter Markteingang hinter einem halbwegs steilen Aufstieg war und ein viel zu steiler und nicht gestreuter Aufgang zu einem Hügel, von dem die ikonischen Nachtfotos des Weihnachtsmarkts fotografiert werden.

Mit Müh‘ und Not haben wir uns am Zaun entlang gehangelt um den Hügel zu erklimmen und noch einige Fotos von der Ansicht zu machen.

Letztes Bild: Ein RE auf der Höllentalbahn (Freiburg nach Donaueschingen), gerade noch erwischt, nachdem ich durch Zuruf darauf hingewiesen wurde („Sobald ich den Fotoapparat zum Herunterlaufen wegstecke, kommt ein Zug, wetten?“).

Dann wurde es langsam dunkler und sehr viel schneller kälter, so dass wir uns auf den Heimweg machten. Dabei kamen wir an einer Gruppe von Alphorn-Spielern vorbei, die aber gekringelte Varianten dieser Hörner spielten. Informationen dazu zu finden war schwierig, es gibt nur wenige Zeitungsartikel und die Webseite der Musikgruppe. Wir entschieden, dass uns Dudelsack besser gefällt und sind dann weiter zum Bus. 🙂

Und damit wünsche ich euch eine schöne Weihnachtszeit, verbringt Zeit mit netten Leuten und auch wenn es Zuhause keine weiße Weihnacht gibt, machen diese Bilder vielleicht ein wenig Stimmung. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine Email wird nicht veröffentlicht, Name und Email müssen angegeben werden.