Königssee

Am Ende des Bodensee-Königssee-Radwegs liegt der Königssee, oben vom Malerwinkel aus gesehen. Die Lichtverhältnisse waren wirklich schwierig, da der Himmel sehr hell war und aufgrund der steilen Berge kaum Licht auf den See gefallen ist.

Das Bild ist am Abend gemacht, nachdem ich in meine Unterkunft eingecheckt und mich wieder frisch gemacht hatte. Ich bin kurz zum Malerwinkel und der höher gelegenen Aussichtstelle hingelaufen, bevor es zum Abendessen ging.

Am nächsten Tag war wieder die Heimreise mit der Bahn geplant, aber da die Fahrt „nur“ 7,5h dauern sollte, hatte ich den Vormittag noch frei. Also ging es früh los, ich hab ausgecheckt und war pünktlich um 9 Uhr am Anleger, um mit dem ersten Elektroboot die geballte Tourismus-Ladung mitzunehmen und zur Halbinsel mit der Kapelle St. Bartholomä zu fahren.

Zuvor hatte ich mich auf der Webseite informiert, dass es auch Schließfächer für Rucksäcke etc. geben würde. Als ich an der Kasse nachfragte, sagte man mir, dass die noch nicht aufgebaut seien. Auf meine Bitte hin hat der Fahrdienstleiter meine Packtaschen in sein Büro genommen und ich konnte sie mir bei meiner Rückkehr wieder abholen – wunderbar. 🙂

Die Schiffe fahren elektrisch, da der ganze See zu einem Naturschutzgebiet gehört und nur der Wirt des Restaurants auf der Halbinsel und offizielle Leute eine Genehmigung für Verbrennungsfahrzeuge haben. Auf meinem Boot waren der Kapitän, ein weiterer Bootsmann, ein Hund, 4 weitere Europäer und 36 Chinesen (und richtig cool zu sehen, wie man chinesische Zeichen auf einem Handy tippt!).

Auf Wasserniveau geht es nochmal in die bekannte Ansicht…

An einer Stelle auf der Hälfte zwischen Seelände (Startpunkt) und St. Bartholomä hielt das Boot an und der Bootsmann holte eine Trompete hervor und spielte einige Melodie-Stücken. Immer, wenn er gerade Pause machte, kamen die letzten Töne als Echo uns wieder entgegen, erstaunlich klar und unverändert.

Das Wasser war aufgrund gelöster Minerale ziemlich grünlich und spiegelglatt (ich hatte Glück und gleich das erste Boot genommen, es war also außer uns noch niemand auf dem See unterwegs bzw. der Wirt war schon eine Weile auf der Halbinsel).

Der Wasserstand wird ziemlich genau reguliert, das ließ sich am Ufer auch ziemlich genau beobachten und dadurch ist das Ufer nur sehr leicht gegenüber der Wasseroberfläche erhöht.

Ich hatte einen ziemlich knappen Zeitplan, da ich gerne kurz nach 12 Uhr in den Zug steigen wollte und dafür noch bis nach Berchtesgaden fahren musste. Also habe ich kaum Pause gemacht und bin trotzdem gemütlich eine Runde über die Halbinsel gelaufen und habe den Wald und den Eisgraben angeschaut, zwischendurch ein Reh gesehen und die Stille genossen.

Auf einigen Baumstämmen konnte man schön sehen wie eine Brut von Käfern (?) unter der Baumrinde geschlüpft sein müssten und sich dann von dort aus weg bewegt haben.

Damit war mein Besuch dort auch abgeschlossen, die Saletalm habe ich mir aufgrund der knappen Zeit nicht mehr angeschaut. Interessanter Fakt: Durch den Königssee wurden Abwasserkanäle verlegt, damit die Abwässer von der Saletalm und der Gaststätte bei St. Bartholomä vernünftig in die Kanalisation bei der Ortschaft Königssee geführt werden können.

Und damit blieb nur noch die Bahnfahrt mit dem Nahverkehr wieder zurück an den Bodensee. Erschreckend, wie schnell die ganzen Ortschaften vorbeifliegen, durch die man sich die vergangenen Tage noch durchgekämpft hat. Die Arbeit von Tagen, innerhalb weniger Stunden mit dem Zug bereist.

Dann mal bis zur nächsten Fahrradtour – und wenn ihr ähnliche Touren und Berichte habt, gebt mir gerne Bescheid. 🙂

3 Kommentare zu “Königssee

    • Faldrian

      am 25.05.2018 um 14:48

      Wow, schön! Ich finde das super spannend, die gleiche Ansicht vor 34 Jahren zu sehen. 🙂

  1. Ute

    am 28.05.2018 um 10:09

    Ganz wunderbare Fotos. Die Spiegelungen im Wasser gefallen mir ganz besonders.

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