Schnee bei Nacht

Ich war Nacht und fing wieder ordentlich an zu Schneien. Ich schnappte mir die Kamera, das Stativ und los gings.

Den Regenschirm hatte ich vergessen, deshalb war ich eher vorsichtig, wohin ich meine Kamera stellte… für den ersten Probelauf musste diese Spirale an der Schänzlebrücke herhalten (so dass ich mein Stativ unter der Brücke aufbauen konnte). Hier sieht man noch nicht viel Schnee, aber das war noch zu Anfang meiner Tour und man guckt eher von unten nach oben. 🙂

Wenn ich nachts fotografieren möchte, dann brauche ich Licht. Konstanz ist keine Großstadt, deshalb muss man ziemlich genau drauf achten, wo es überhaupt Licht gibt. Es läuft dann meistens auf Gebäude oder Verkehrseinrichtungen hinaus, somit bekommt dieser Blogpost einen Touch von „Asphalt, Beton, Konstruktionen“ (gegenüber meinen sonstigen eher natur-fokussierten Fotografien). Ich hoffe, das Gefühl des Schnees und der rutschig-nasskalten Umgebung kommt etwas rüber.

Vor der Handwerkskammer stehen zwei Statuen. Durch den Schnee bekamen sie ein Barett auf und etwas Deko auf die Schultern. 🙂

Auf der Suche nach weiteren trockenen Plätzen landete ich im Rheintorturm, von dem aus man auf die Rheinbrücke schauen kann.

Diese Location zum Fotografieren hat den strategischen Vorteil, dass der Schnee schön angestrahlt wird und damit unglaublich dramatisch aussieht (die Kamera steht gerade so im Schatten, dass der Scheinwerfer nicht direkt ins Objektiv leuchtet).

In der obigen Langzeitbelichtung sieht man diese seltsamen gelben Lichter, die wie aufgereiht über den weißen Strahlen. Zuerst war ich verwirrt, woher das wohl kommt… das ist das gelbe drehende Warnlicht vom Winterdienst, der uns auf dem Bild entgegen kommt. Anhand der weißen Frontlichtspuren sieht man auch, dass die Kamera bei der Aufnahme am Anfang gewackelt hat… ich habe sie direkt mit dem Finger ausgelöst, eine kleine technische Verfehlung (normalerweise nehme ich den 2s Selbstauslöser um genau das zu vermeiden).

Auf dem unteren Bild sieht man die Schwarzwaldbahn in Richtung Bahnhof fahren. Hier ist die Belichtungszeit kürzer und die Spuren der Schneeflocken sehen ein bisschen aus, als wäre jemand mit einem Kreppeisen drüber gegangen. Meine Theorie dazu ist, dass die Lichtquelle hier eine LED-Lichtquelle ist und die Schneeflocken im 50Hz-Takt des Stromnetzes angeleuchtet wurden.

Im Anschluss bin ich weiter gefahren / geschoben zum Hafen, einfach weil ich dort bei Schnee und Nacht noch nicht war und nicht wusste, ob es da irgendwas besonderes zu sehen gäbe. Es gab ein paar zuschneidete Boote, aber das war es dann auch.

Auf dem Rückweg war ich ziemlich zufrieden mit dem Winterdienst in Konstanz, da sie schon 2h nach Schneefallbeginn anfingen, auch die Fahrradwege zu räumen und zu streuen. Guter Service. 🙂

Und damit bis zum nächsten Mal! 🙂

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