Amsterdam

Ich war im Herbst in Amsterdam – der Hauptstadt der Fahrräder (zumindest festigt sich nach wenigen Minuten ein entsprechender Eindruck). Um so ironischer, dass an einer Hausecke dieses aussagekräftige Schild hing. Würde man die Fahrräder aus Amsterdam entfernen, käme die ganze Stadt zum erliegen.

Aber der Reihe nach. Das erste Kuriose bei Ankunft in „Amsterdam Centraal“ war, dass wir zunächst nicht aus dem Bahnhof kamen. Man musste sein Ticket über eine Reihe von Eingangs- / Ausgangstoren halten, damit man aus dem Bahnsteigbereich kam. Als nächstes wurde ein Metroticket für eine Woche für etwa 35€ erworben. Das Personal am GVB-Schalter sprach widerstrebend Deutsch (ist auch unhöflich, das zu erwarten, aber fragen konnte man ja mal) und sehr gut Englisch. Insgesamt ist die Erfahrung in Amsterdam, dass es dort unglaublich weltoffen und kulturell durchmischt ist – und jeder, den wir trafen, konnte sehr gutes Englisch.

Nach dem Einchecken im Hostel gingen wir nochmal auf Tour – also wieder zurück ins Zentrum. Als wir ankamen, hat es geregnet. Als Nordlicht war mir klar: Das ist normal. Es hat aber so ordentlich geschüttet, dass wir erstmal Zuflucht in einer Kirche gesucht haben. Schön fand ich das kleine Schiffchen, das am Ausgang unter der Orgel hing.

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Innradweg: Tag 6, Wörgl – Rosenheim

Die heutige Strecke führt von Wörgl nach Rosenheim (Deutschland) und ist 58 km lang. Wie man auf dem Foto oben schon erkennt, ist das Wetter eher bescheiden. Nach etwa zwei Kilometern fing es an zu regnen und hörte auch bis Rosenheim nicht mehr auf. Es war ein dauerhafter mittlerer Regen, gemischt mit ein bisschen Wind.

Das Wetter lud wirklich nicht zum Fotografieren ein, so kämpfte ich mich mittlerweile gut durchnässt weiter durch den Regen. Weiterlesen

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Innradweg: Tag 5, Innsbruck – Wörgl

Der nächste Abschnitt von Innsbruck nach Wörgl waren 63 km zu fahren. Begrüßt wurde ich mit einer hübschen Frühlingslandschaft, ansonsten wurde die Aussicht immer mäßiger. Das Inntal wurde breiter und die Berge rückten damit immer weiter an die Seite und man hatte viel länger die gleichen Berge um sich herum. Die Umgebung der Fahrstrecke wurde von Autobahnen und Eisenbahnstrecken dominiert, eine Weile ist man auch am Fluss entlang gefahren, aber den kannte man ja schon.

Es näherte sich das Osterwochenende und so waren deutlich mehr Fahrradfahrer unterwegs, aber auch anderswo stieg das Gewusel. Weiterlesen

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Stadtstimmung

Manchmal sammeln sich Fotos an, die nicht genug sind, dass sie für sich eine Geschichte erzählen. Trotzdem „müssen“ sie aber irgendwann raus. Daher habe ich es grob unter „Stadtstimmung“ zusammengefasst, da es hier um menschgemachtes Zeug geht.

Fahrendes WohnzimmerIch fahre viel Zug. Man könnte sagen, ich habe so richtig viel Übung darin (und dabei fahre ich total freiwillig – es gibt auch Leute, die müssen pendeln, davon bin ich aber nicht betroffen). Aus dem ICE (Bild oben) war ich gerade ausgestiegen, der Zug verweilte noch etwas am Bahnsteig und ich fand beim Blick über die Schulter die Szene einfach nett. Der Zug war recht voll, jeder Mensch auf dem Bild hat ein wenig seine Geschichte. 🙂

(Und weil das Leben nicht perfekt ist und es enorme Dynamik am Bahnsteig gibt, ist der Himmel ausgebrannt. Braucht sowieso keiner. :P)

Rheinbrücke bei NachtIch habe ein neues Stativ. Das musste ich testen, also habe ich mein beliebtes Fotografieziel zum Testen verwendet: Die Rheinbrücke, fotografiert von der Fahrradbrücke aus. Eigentlich müsste ich es mal andersherum versuchen, aber auf der Rheinbrücke würde ich auf dem recht schmalen Fahrradweg stehen, auf der Seite sind Fußgänger nicht erlaubt… vielleicht irgendwann, wenn wenig los ist und ich mir links und rechts ein gelbes Baustellen-Licht hinstelle. 😉

Zurück zum Bild. Aufgrund der Dunkelheit ist dies eine Langzeitaufnahme. Eigentlich wollte ich gerne den Seehas oder die Schwarzwaldbahn auf der Brücke haben, aber zumindest der Seehas sah weniger beeindruckend aus als obiges Bild, auf dem ein paar Busse die Brücke kreuzen. Nach dem herunterladen auf den Computer fiel mir das schöne Licht auf und die enorme Schärfe, die sich auf dem Kameradisplay noch nicht erahnen ließ. Technisch bin ich zufrieden, das Motiv könnte man noch optimieren. Aber zumindest ist das neue Stativ sehr gut und steht wackelfrei.

DampfzeichenAbends habe ich manchmal nichts Besseres zu tun als mit dem Fahrrad und der Kamera im Gepäck bei Regen durch die Stadt zu fahren. In diesem Fall wollte ich für das aktuelle Diaphoto „Lichtsignale“ ein Foto machen. Ich kam an der Fassade des Stadttheaters Konstanz vorbei und sah aus dem Augenwinkel beleuchteten Dampf aufsteigen. „Naja, mal sehen“ dachte ich zuerst, ging dann aber hart in die Bremsen, weil der nächste Gedanke „Ne, moment, da kannste was draus machen und DAS lässt du dir jetzt nicht entgehen!“ war.

Auf dem Foto sieht man einen Halogenstrahler, der in den Fußweg eingelassen ist und die Fassade beleuchtet. Dieser Strahler entwickelt so viel Hitze, dass darauf tropfender Regen verdunstet und ähnlich wie Atem sichtbar wird (es war etwa 2-3 °C warm). Dieses Schauspiel ging endlos so weiter und wie ein Lagerfeuer konnte man lange Zeit dort hinein starren. 🙂

Soviel zu der Ausbeute mit einem Stadtthema. Wie immer: Danke für’s reinschauen, lasst einen Kommentar da und macht schöne Fotos.

Nebel im anderen Licht

LesezeitLetztens hatte ich so ein schönes Foto von Bergen hinter der Rheinbrücke, jetzt haben die Berge nochmal ein kurzes Cameo mit wunderhübschem blauen Wasser. Für diesen Beitrag habe ich die Fotos zweier Spaziergänge gemischt, damit der Stil nicht ständig so springt.

Fotografiert hab ich mit der neuen tollen Firmware 4.0 für meine Fuji X-E2 – das macht eine Menge Spaß, ist aber auch erstmal etwas ungewohnt, da das Menü und die Einblendungen komplett überarbeitetet wurden. Nach den zwei Tagen Benutzung gefällt mir die Version aber schon mal deutlich besser als die alte Version, es bedient sich schneller und es wird mehr angezeigt, was man eigentlich immer wissen wollte.

Hallo SchönlingIch bin ganz dreist über einen Zaun geklettert um auf die Wasserebene herunterzusteigen. Dieser hübsche Schwan Bootvogel machte gerade Krafttraining, denn er schwamm gegen die recht starke Strömung den Graben zwischen Innenstadt und Klosterinsel entlang. Daher hatte ich auch genug Zeit, das Objektiv zu wechseln und mich an den See zu hocken. Wie der Schwan es gewohnt ist, wenn da Menschen in Wassernähe kommen, kam er langsam angepaddelt und erwartete vermutlich, dass er gefüttert würde (hatte ich aber nicht vor). Daher hat er so schön für mich posiert, danke sehr. 🙂

AbendessenEin letztes Foto von dem Abend der ersten Tour. Es war Abendessenszeit für die Möwen, die meisten stehen brav an, aber einige können wieder nicht still sitzen und sind eindrucksvoll herumgeflogen.

Springen wir zu Heute. Obwohl in der Wettervorhersage „Sonne“ stand (Konstanzer verziehen nur müde den Mundwinkel), war natürlich in Wirklichkeit Nebel. Über dem Nebel versteckte sich die Sonne, zuerst sehr erfolgreich, später hat sie sich dann doch getraut den Nebel zu vertreiben. Aber der Reihe nach.

TurmwärterEiner hat wohl das Los gezogen und durfte auf das Schild, der Rest der Vögel trieb wieder als Vogelteppich auf dem See herum. Wo der See aufhört und der Himmel anfängt ist völlig ungewiss. Ich hatte zuerst überlegt, das Foto als Schwarzweiß zu entwickeln, aber irgendwie bin ich kein Schwarzweiß-Typ. Ich brauche immer die Farbe darin – und sei es nur so eine Schattierung wie hier.

Ist da noch was?Das Fußvolk hat die Promenade tapfer bewandert, das war schön anzuschauen. Hier wird noch gerätselt, ob die Sonne sich nun trauen wird oder eher nicht…

SonneBlick auf die Rheinbrücke und die Klosterinsel. Klar, oder? 🙂

Stadtstimmung bei NebelStändig musste ich bei diesem Foto denken „Geht mal mit den ganzen Masten da weg, das ist total hässlich!“ – aber eigentlich ist das genau die Definition von „Stadt“. Auf dem Foto sieht man Stadt-Infrastruktur im Gegenlicht vor Nebel. Wäre noch ein Ruderboot auf dem Dach eines Autos und ein Flugzeug am Himmel, hätten wir alle gängigen Transportmittel.

Im Stadtgarten haben mich ein paar Leute gefragt, ob ich ein Foto von ihnen machen könnte. Ich wollte schon meine Kamera anheben, aber da wurde mir ein iPhone in die Hand gedrückt. Nagut. 🙂

Ansonsten waren auch erstaunlich viele Touristen zu sehen, immerhin ist gerade Winter. Aber andererseits ist auch Fasnacht, das könnte eine Begründung sein.

TouristenDie Sonne hat sich dann doch geschämt, nachdem sie schon hervorgetreten war. Sie wurde ganz rot und wollte verschwinden, da habe ich – inspiriert durch mein Brücke+Berge-Bild – die Position auf die Fahrradbrücke gewechselt in der Hoffnung nochmal was mit Bergen und der Brücke zu machen, sofern das Licht mitspielt.

Dabei herausgekommen ist ein Werbefoto für Flixbus. Ich brauchte irgendwelche großen Autos auf der Brücke, da kam der Bus gerade recht. Vielleicht hätte ich auch ein paar Minuten auf den Seehas warten sollen, den mag ich als Gefährt noch viel lieber als ’nen Bus. Aber als der Seehas kam, war das Licht schon weniger und meine Kamera verpackt.

Versehentliches Flixbus WerbefotoNoch was zu dem Foto oben: Eigentlich wollte ich ja nur die Brücke und die flache Wolke auf jeden Fall drauf haben. Das hatte ich entsprechend fokussiert und dann so lange gewartet, bis genug „Action“ auf der Brücke war. Hat sich gelohnt. 🙂

Letztens habe ich in einem Youtube-Video gesehen, dass in Bezug auf Street Photography erzählt wurde, man solle „Mit der Szene arbeiten“ (Work the scene). Für mich bedeutet das, dass ich länger an einem Ort oder in einer Umgebung bleibe und verschiedene Positionen, Einstellungen und Bildausschnitte ausprobiere – und die Umgebung auch einfach beobachte. Wer oder was kommt vorbei, wie ist das Licht, passiert etwas mit dem Licht, wenn jemand oder etwas vorbeikommt… wenn man mit der aktuellen Position dadurch viel vertrauter ist, hat man eher ein Gefühl dafür, wie sich vielleicht noch ein gutes Foto machen lässt (anstatt, dass ich etwas sehe, ein Foto mache und schnell weiterlaufe).

Ich hoffe euch hat es mal wieder gefallen und mein beschreibender Text hat die Fotos sinnvoll begleitet, bis zum nächsten Mal. 🙂

Nachts am Ufer

Ich bin dann nochmal los, weil ich irgendwie Lust auf die blaue Stunde / Dämmerung hatte… aber ich kam schon etwas spät bzw. hatte auch kein konkretes Ziel im Auge. Daher nur diese geringe Ausbeute. 🙂

TreppenhausDas ist das Treppenhaus der Brücke über den Bahnhof. Die einen tragen ihr Fahrrad, die anderen warten lieber auf den Aufzug. Im Hintergrund kommt ein IC aus der Schweiz.

DurchfahrtEin Foto, das ich schon lange mal machen wollte… oder einfach eher am hellichten Tag mal lieber machen wollte: Der Seehas fährt über die Brücke, die den Seerhein vom Bodensee trennt. 🙂

Mehr ist diesmal nicht daraus geworden. Aber ich habe gelernt: ISO 3200 kann man machen, dann werden die Farben aber total furchtbar. Vielleicht sollte ich mir so einem ISO nur S/W-Bilder machen. Farbe nur bis ISO 800 oder maximal ISO 1000.

Regenstimmung / Cäcilienbrücke

Ich war mal wieder nachts unterwegs, aber diesmal nicht zum Bahnhof, sondern einfach ziellos durch die Stadt. Als ich das Haus verließ, was es am regnen – das kommt in Oldenburg häufiger mal vor, aber ich hatte vergessen, darüber nachzudenken, ob ich vielleicht einen Schirm mitnehmen sollte um die Kamera vor dem Regen zu schützen. Nagut, kein Schirm, aber ein Stativ hatte ich dabei, weil ich vom Ausflug an den Bahnhof schon gelernt hatte, dass in der Dunkelheit die Belichtung gerne mal länger dauern kann.

JuMoErste Station war der Julius-Mosen-Platz, auch unter Oldenburgern „JuMo“ genannt, denn dieser Platz wird häufig als Treffpunkt gewählt und was man häufig benennen muss, kürzt man ab. Das Bild ist aus der Hand gehalten gemacht, dafür ist es doch recht scharf. Die wahl des Platz, von wo aus ich fotografieren konnte, war eingeschränkt, da ich irgendwas zum unterstellen brauchte, damit die Kamera mangels Schirm nicht nass wird. 😉 Weiterlesen

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