Bahnfahren bei Nacht

Bei langen Strecken ergibt es sich, dass man auch mal nachts unterwegs ist. Diese großen Stahlbauten mit den Menschen, die umher strömen, haben eine interessante Dynamik. Es gibt immer kurze Impulse, in denen Massen über die Bahnsteige fluten, ihre Anschlusszüge finden oder den Bahnhof verlassen. Danach klumpen die Leute auf einem Bahnsteig zusammen, auf dem der Anschluss noch nicht da ist oder Teile des Bahnhofs liegen wieder wie ausgestorben da.

Am Nachbargleis wird der ICE gereinigt (Zugnummer 77777, Sie kennen das.) und hat entschieden, dass man dazu die Lüftungsanlage auf maximaler Kraft laufen lassen könnte. Trotz des Lärms werden Leute angezogen und begeben sich freiwillig in die Nähe des Zuges, obwohl sie damit nicht fahren müssen… dort gibt es WLAN. Wie Motten zum Licht – nur aufs Internet bezogen. Die Dachstreben sind angeleuchtet, dabei wäre das gar nicht nötig … aber es lässt den Bahnhof freundlicher erscheinen, wenn außer dem Bahnsteig auch noch die Decke sichtbar ist. Man sieht die Schutzkuppel, die einen einhegt.

Da fährt der IC weiter, der mich brachte. Im Hintergrund die feinen Strukturen des Dresdner Bahnhofs.

Morgens in Stuttgart. Die Poster sind ähnlich zerknittert wie ich mich fühlte, aber die Tafeln spiegeln sich schön auf dem nassen Asphalt. Eigentlich wäre mein nächster Zug ausgefallen (Bauarbeiten am Wochenende, Wagen stehen noch am falschen Ort), aber die Bahn hat noch irgendwelche 2.Klasse IC-Wagen aus der Reserve gekratzt (die schienen ein bis zwei Überholungen der Innenausstattung ausgelassen zu haben) und einen Zug gebastelt. Vielen Dank dafür. 🙂

So endet die Fahrt dann und als Abschied gibt es einen Blick aus dem nächtlichen ICE-Fenster bei Regen. Irgendwie verträumt, ein wenig Film-Noir, eine verschobene Realität.

Poetische Grüße an euch und viel Spaß auf der nächsten Bahnfahrt. 😀

Pillnitz und Elbe

Mich hat es mal wieder nach Dresden gezogen und da präsentiert sich mir der Hauptbahnhof am Abend in wunderschön leuchtenden Farben. 😀

Später ging es nach Pillnitz, wo das Schloss Pillnitz besichtigt wurde – bzw. das Außengelände. Das Wetter war fabelhaft und das Schloss sieht schick aus (Dresden und Umgebung hat insgesamt ziemlich viele tolle Schlösser. ^^).

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Ostern in Dresden

Reisegruppe!Wie ich schon im letzten Beitrag verlauten ließ, war ich Ostern mit dem Zug unterwegs, und zwar nach Dresden und zurück. Dort haben wir zuerst mal ein bisschen Tourist gespielt und den Zwinger besucht. Wichtig bei diesen Bildern finde ich die Touristen – ohne sie wären die Fotos quasi tot.

KontrasteDie Kontraste finde ich spannend – da sind die Steinfiguren, leblos, älter, monoton im Kontrast zu den Touristen. Dann ist da die helle Fassade, stark kontrastiert durch die geschwärzten Verzierungen des Gebäudes. Das Dach möchte ein wenig Himmel sein und versucht sich in der Farbe, ist aber immer noch deutlich zu grün. Weiterlesen

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