Norderney

Kurz vor Silvester war ich für einen Tagesausflug auf Norderney. Obwohl Weihnachten schon durch war, war es abartig warm für die Jahreszeit, so bei 4-7°C. Es waren noch viele weitere Tagesausflügler auf der Insel und einige schienen ganz regulär um die Jahreszeit dort Urlaub zu machen. Das Wetter war fast durchgängig bewölkt und so war die gesamte Stimmung etwas zurückhaltend, wie man auch auf den nachfolgenden Fotos sehen kann.

Der Seenotrettungskreuzer leuchtet stark orange gegen das triste Wetter und machte eine schöne Figur an der Küste. 🙂

Es waren ziemlich viele Hunde unterwegs, für die schien der Strand ein wahres Paradies zu sein: Weite Flächen, andere Hunde und viel Platz um einem Ball hinterher zu jagen.

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Diaphoto Flammend

Kerze im SeeDas Diaphoto1627 hat das Thema „Flammend“ vorgegeben – und da hatte ich schonmal eine Idee. Das Endresultat sehr ihr oben, hier eine Beschreibung der Anläufe für das Foto.

In Konstanz hätte ich ein Ufer gekannt, das gepasst hätte – aber wir haben immer noch Hochwasser, daher steht das Ufer zu stark unter Wasser. Damit war der Versuch von dem Tag verloren, dafür habe ich eine nette Bekanntschaft gemacht :).

Heute bin ich dann in die Schweiz gefahren, da die schweizer Rheinseite tatsächlich in Richtung des Sonnenuntergangs zeigt. Auch hier zeigte sich wieder: Hochwasser (wer hätte das gedacht, dass ein Fluss auf beiden Seiten gleichzeitig Hochwasser hat). Außerdem waren die Leute dort am Baden bzw. da war Schilf und Boote und allerlei Zeugs im Weg. Hmpf.

Also bin ich zum Hörnle. Wenn nichts geht, geht immer noch das Hörnle. Dort war Fußball Public Viewing, aber das war mir egal – oder besser noch: Es spielte mir in die Hände. Damit war fast niemand auf der Wiese am entspannen oder bei Dämmerung noch baden. Der See wurde auch langsam ruhiger… so konnte es gehen.

Nach etwa 30 Fotos war es dann genug und etwa 5 sind etwas geworden und das hier kommt am dichtesten an meine Idee. Die eigentliche Idee war, den Sonnenuntergang direkt zu fotografieren inklusive seiner Spiegelung – und die Kerze genau dorthin zu schieben, wo die Sonne ist. Aber das rennt nicht weg.

Gedanken, wie es vielleicht besser ginge

  • 10-15cm hohe Wellen sind blöd für das Projekt. Die Kerze war unterwasser mit einem Draht an dem Geländer links außerhalb des Bildes verbunden. Der Draht hielt die Kerze über Wasser und da eine Kerze leichter als Wasser ist, schwamm sie ein bisschen Korkenhaft mit den Wellen mit – sonst wäre sie wohl mehrfach überspült worden.
  • Vielleicht brauche ich nächstes Mal jemanden um die Kerze zu halten… dann habe ich nicht den Stress auf die Kamera und auf die Szene aufzupassen.
  • Belichtungspriorität. Teilweise sind meine Fotoversuche mit 1/60s geschossen – und das ist sehr lang. Die Kerze wippte die ganze Zeit hoch und runter, der Continuous-Autofokus hats auch nicht so richtig hinbekommen dran zu bleiben (vermutlich, weil dort eine gleichförmige Bewegung Vorraussetzung ist) also war es immer ziemliches Gut-Glück-Abdrücken, wenn das Quadrat gerade mal grün wurde. Nicht unbedingt die angenehmste Art zu arbeiten, wenn man doch eher die Kontrolle über die Szene behalten möchte.
  • Weiter weg (Strand, kein Wasser unter mir) mit langem Tele, damit man den Hintergrund noch heranholen könnte. Wenns ginge auch die Blende weiter zu um auch noch ein bisschen Schärfe im Hintergrund zu haben?

Stürmischer See

Weiße Flotte muss zuhause bleibenHeute musste die Weiße Flotte im Hafen bleiben, es war Sturm. Tatsächlich hat es mit etwa 50km/h Windgeschwindigkeit ganz ordentlich gepustet und mir einen Bodensee gezeigt, wie ich ihn bisher noch nicht gesehen hatte. Diese Möwe steht vor meiner Nase auf der Stelle, da der Wind ausreichte, dass sie in der Luft stehen konnte.

Möwe im FlugIm Hafen ist gut was los. Die Mauer, die den Hafenbereich vom See abtrennt, leistet ganze Arbeit und beschützt die Schiffe und Boote vor dem heftigen Wellengang.

Turm in der Brandung Die Gischt spritzt hochUnd nun ein Blick hinter die Mauer…

Die WuchtOrdentlicher WellengangMir war bei der Hinfahrt zum See schon aufgefallen, dass der Seerhein und der See selber so trübe waren… bei Windstille ist der See im Winter total klar. In diesem Fall wurde aber einiges an Innereien des Sees aufgewühlt, worauf die Möwen besonders scharf waren. Hier sieht man schon einmal einen kleinen Vorgeschmack.

MatschepampeDie Möwen haben derweil ein schönes Wellenbad, doch manche Wellen sind ihnen nicht geheuer, deshalb fliegen sie kurz auf, lassen sich aber gleich darauf wieder nieder.

Achtung, Welle!Ich war natürlich nicht der einzige am See … wie gesagt, so krass ist das Wetter nicht so oft. Klar, dass die Facebookfreunde das auch unbedingt erfahren müssen.

Schnell auf Facebook teilenUnd das ist der ganze Algenmatsch, der durch das Gitter dieses Steges ganz wunderbar ausgesiebt wird.

AusgesiebtSo auf dem Präsentierteller ist das natürlich ganz großartig – auch für Nicht-Wasservögel. Da pickt sich die Krähe doch gerne ein paar Leckerbissen heraus (und ich bin verdammt froh, dass das Foto etwas geworden ist – Continuous Autofocus und viel Glück, denn die Krähe war nur wenige Sekunden dort).

Der Sturm hat den Tisch gedecktUnd schnell wieder weg, bevor die nächste Welle…

Splash!Und damit zurück ins Internet. 😉

Wieder einmal hoffe ich es hat euch gefallen und dieser etwas andere Bodensee konnte auch überzeugen. Bei dem Wetter mit all den Grau- und Brauntönen finde ich es immer schwer mit den Fotos zufrieden zu sein… ich möchte oft klare Farben und gute Kontraste haben, das ist sehr schwer, wenn man die Fotos nicht mittelmäßig zerstören möchte. Die Realität war zu dem Zeitpunkt auch ziemlich grau… aber dadurch, dass man mitten drin war, hat man es nochmal intensiver erlebt. Dieses Gefühl bleibt beim Betrachten solcher Schlechtwetterfotos dann oft ein wenig auf der Strecke.

Bis zum nächsten Mal!