Wärmster Tag im Februar

Gestern war der vermutlich wärmste Tag im Februar hier, als ich das Haus verließ war es wie eine warme Wand, gegen die ich lief. Gestern war es noch kalt, aber mit dem 19°C hatte ich nicht gerechnet, war aber sehr angenehm. Frische Luft ist gut für die Gesundheit, als ging ich auf einen kleinen Spaziergang an die Seestraße.

Es war nicht nur warm sondern auch ziemlich windig, so dass der Bodensee kleine Wellen aufwies, die gegen die Steine am Ufer gepresst wurden.

Für das Bild habe ich mich auf den Bauch des Kiesufers gelegt um den tiefen Blickwinkel zu bekommen. Eigentlich hätte ich das auch mit der Wifi-Remote-Funktion der X-E2 machen können, aber die App auf dem Handy hat nur sehr verzögert und langsam reagiert, so dass es keine Option war (sonst geht das ziemlich gut, nur nicht für Fotos, bei denen es auf den richtigen Zeitpunkt ankommt – die Übertragung hat Verzögerung).

Beim Spazierengehen habe ich immer laute Geräusche aus der Altstadt gehört… und ja, stimmt: Hier ist gerade Fastnacht, also Fasching, also Karneval, also wieauchimmerihrdasnennt. Ich kann nicht viel damit anfangen, finde aber die Kostüme ganz nett anzuschauen. Das Wetter hat mit Sicherheit einige in den eher gewagten Kostümen vor dem Frieren bewahrt, sonst ist der Februar eher frostiger unterwegs.

Ich habe mich eine ganze Weile auf der Fahrradbrücke durchpusten lassen und den verschiedenen vorbeiströmenden Menschengruppen zugeschaut. Die einen schienen für heute mit dem Fastnachtsumzug fertig zu sein und wollten nach hause – für andere fing das Spektakel erst an und die Nacht stand wohl noch bevor.

Über die Schulter schaute ich auf eine meiner Lieblingsaussichten in Konstanz, die Rheinbrücke. Leider schwand das Licht schon etwas, dennoch freue ich mich immer wieder über die Brücke mit einem Zug drauf. Ich werde demnächst mal heraussuchen, wann eigentlich Dampfzüge in Konstanz zu Besuch sind – ein Foto von einem Dampfzug auf der Brücke, das wäre ein Traum. 🙂

Ente gut, alles gut

GrasenteEines Abends, erneut am Wollmatinger Ried. Ich brauche gar nicht viel dazu schreiben – hier eine Mutti-Ente. Es folgen kleine Enten, die dieses Jahr geschlüpft sind, aber schon fast ausgewachsen sind und in der Gruppe ihrer Geschwister unterwegs sind.

Besonders schön: Nichts tun, hinhocken und warten, bis die Enten ganz neugierig vorbeikommen und dir beinahe am Schuh zupfen. 🙂

Entdecker Quaaaaak Weiterlesen

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Entengewusel und Anderes

Münster PforteBeim heutigen Spaziergang durch Konstanz bin ich mal wieder am Münster vorbeigekommen – und da fallen mir die Türen des Westportals in die Augen. Das Holz hat eine schöne Farbe, setzt sich mit dem Metallklopfer sehr gut ab und die Holzschnitte erzeugen eine schöne räumliche Tiefe. 🙂

Ein weiterer Ort, den ich so noch gar nicht wahrgenommen hatte – das Rathaus! Ja, ich hatte noch nie das Rathaus von Konstanz wirklich gesehen und vor allem nie gemerkt, dass dort ein hübscher Innenhof ist. Wieder ein Punkt mehr, den ich bei einer privaten Stadtführung zeigen kann.

HochzeitsfotosSeit einer Weile sind in der Bahnunterführung, mit der die Marktstätte mit der Hafenstraße verbunden wird, neue Graffitis. Diesmal wurde es aber so gelöst, dass die Wände nicht direkt besprüht wurden, sondern die Künstler auf irgendeinem Hof oder einer Halle (vermute ich mal) große Sperrholzwände besprüht haben, die dann in die Unterführung gebaut wurden. Damit haben die Künstler ungestört Zeit ihre Kunst zu erschaffen und die Wände selbst werden nicht permanent eingefärbt. Die Graffitis sind wieder einmal wunderschöne Kunstwerke geworden… 🙂

GraffitiUnd nun… etwas völlig unerwartetes (Ironie!) auf diesem Blog: Entchenbilder! 🙂

Der Trick ist , dass man sich ruhig ans Ufer setzt und nichts tut außer beobachten. Nach einer Weile wird man nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen und sie kleinen kommen voller Begeisterung angerannt (nein, ich niemand hat an der Stelle gefüttert – und das ist auch gut so!).

Schnellen SchrittesSie kamen so dicht an mich heran, dass meine Kamera Probleme mit der Naheinstellgrenze hatte. Ich hatte nur das 32mm Zeiss Touit Objektiv drauf, konnte also nicht zoomen und habe die Kamera nur so grob hingehalten und gehofft, dass einige der Fotos etwas werden. Die kleinen Flauschis sind so schnell, dass der Autofokus schwer zu kämpfen hat. Weiterlesen

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Entenküken!

Wer bist denn du?Ich bin einer kleinen Entenfamilie begegnet… und sie waren sehr entspannt. Die Mutti mit den drei kleinen Enten hab ich schon eines Abends auf dem Weg zum Schlafplatz getroffen, aber da war es zu dunkel und ich hatte nicht die richtige Ausrüstung dabei. Jetzt war es hell genug und sie waren total putzig!

Ich komme!Ich habe sicher so 70 Fotos gemacht, da die kleinen Enten so schnell sind, dass sie längst aus dem Schärfebereich sind, wenn man den Auslöser heruntergedrückt hat… vielleicht nächstes Mal Contiuous Autofocus. Aber so ist es ja auch was geworden. 🙂

Mutti passt aufMutti hat immer gut aufgepasst und rechtzeitig den Rückzug angekündigt, wenn ein Schwan kam – oder aber einen fauchenden und drohenden Schutzwall zwischen ihren kleinen und Erpeln gebildet. Weiterlesen

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Tauwetter im Wollmatinger Ried

KontrastbaumMorgens wache ich auf und schaue aus dem Fenster – es schneit! Wahnsinn… gleich die Kamera geschnappt und heraus gerannt (nach dem Duschen, Frühstücken, ein wenig Youtubevideos gucken und Sachen für die Arbeit zusammensuchen… also total eilig!). Ich bin am Recyclinghof vorbei ins Wollmatinger Ried gefahren, habe dort den Bäumen beim Tropfen zugehört und dabei Fotos gemacht.

SchneespitzenDer Schnee hielt sich nur auf Sträuchern und Halmen, die ihn stark genug vom Boden und Wasser isolierten. Später habe ich noch ein bisschen Moos auf einem Baum gefunden, das Isolator zwischen dem Holz und dem Schnee gewirkt hat. Nur auf dem Moos hielt sich der Schnee, nicht auf dem Holz (das kann allerdings auch an der geringeren Rutschigkeit von Moos im Gegensatz zur recht glatten Rinde gelegen haben).

Blässhuhn mit eigener InselDeshalb heißt es „Wollmatinger Ried“, da hier überall dieses Pflanzenzeug herumsteht. Dazwischen hat ein Blässhuhn seine eigene Insel. Glückwunsch!

SchlafbankDer Schnee wurde etwas später deutlich mehr und lässt den Hintergrund in einem fleckigen Weiß verschwinden. Die Sandbänke im breiten Fluss sind bei passendem Wasserstand prima Schlafplätze für die Wasservögel.

Aufmerksame ErpelDiese Enten schauen etwas skeptisch herüber – ich wurde entdeckt! Aber ich bin an der Stelle sowieso beinahe bei meinem Arbeitsplatz, das hat also für den Vormittag in fotografischer Hinsicht gereicht. Hattet ihr auch Schnee? Wie hat er bei euch die Landschaft verändert und damit neue Perspektiven auf bereits bekannte Motive geschaffen?

Bevor ich hier jedoch zum Ende komme, ein paar Fotos vom nächsten Tag, denn da sah die gleiche Stelle anders aus, nachdem alles getaut war. Außerdem war Sonnenuntergang, der zeigte sich nochmal von seiner schönen Seite.

In die SonneFlussuferHa, endlich habe ich mal dran gedacht, bei solchen Landschaftsfotos eine weit geschlossene Blende zu wählen, F/13 in diesem Fall. Damit ist Vordergrund und Hintergrund scharf – welch ein Genuss für meine Augen. 😀

Sonnenaufgang am Hörnle

Ende der blauen Stunde Gestern hatte ich mich informiert und herausgefunden, dass 7:47 die offizielle Zeit des Sonnenaufgangs sein würde. Also bin ich heute morgen früh aufgestanden um rechtzeitig am Hörnle zu sein. Ich vermutete, dass man dort besonders viel Himmel, wenig störende hässliche Gebäude und auch noch einen hübschen See als Szenerie gut gebrauchen könnte.

Alle Fotos hier im Blogpost sind farblich nicht verändert – es sind teilweise leicht gedrehte / zugeschnittene JPGs direkt aus der Fuji X-E2. 🙂

Golden eingetauchtDieser Blöde Pfahl war auch im oberen Foto schon zu sehen… aber dort habe ich ihn mit der „Fleckenentfernung“ von Darktable herausoperiert. Man könnte so schöne Fotos machen und dann stecken die Leute dort Dinge ins Wasser, lassen die Schwimmplattformen vom Sommer im Wasser und so weiter… aber was solls, das ist dort die Situation, damit muss man umgehen. Mit gefällt es trotzdem ganz gut.

Zeit für den SonnenaufgangEigentlich war ich nur gekommen um ein Foto der Taschenuhr (25€ über eBay vor einigen Jahren) beim Sonnenaufgang zu machen. Ich brauchte diese Woche noch ein Foto für das Diaphoto mit dem Thema „Zeit“. Ich hätte die Uhr vorher nochmal stellen sollen, denn sie geht hier drei Minuten nach (laut meiner Kamera ist es 7:48) – aber dazu hatte ich vor lauter Aufregung nicht die Zeit. Der Sonnenaufgang dauerte nur etwa zwanzig Minuten, da habe ich schon versucht das möglichste aus der Gelegenheit zu machen.

DunstschichtenVermutlich ist das die Uferseite mit Immenstaad in der Nähe, zumindest ist das die Richtung, in die ich fotografiert habe. Mir gefielen die Schichtungen der Berge und die Struktur der Wolken.

LichtfensterZeitlich sind wir jetzt etwas fortgeschrittener und schauen von Klein Venedig in Richtung Schweiz. Innerhalb einer halben Stunde hat sich die Lichtstimmung von Orange zu Beige gewandelt.

Einsame EnteDie Ente wirkt so einsam… aber in Wirklichkeit waren da noch viel mehr Enten, man muss nur den richtigen Moment abpassen. 😉

Das war der Sonnenaufgang und sicher nicht mein letzter, ich werde mich vielleicht mal wieder so früh aus dem Haus bewegen zum Fotografieren. Je näher wir dem Sommer kommen, desto früher wird das – und damit um so unwahrscheinlicher, dass ich das für eine gute Idee halte. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. 🙂

Wolkentürme

Nach einem Gewitter mit Regen- und Hagelschauer musste ich nochmal raus – immerhin war es angenehm kühl geworden. Die Atmosphäre ist nach einem Gewitter sehr interessant, da es teilweise abgekühlte Bereiche gibt, aber das Land / der See unter der Luft noch sehr warm ist … und damit diese tollen Wolkenbilder (weiter unten) entstehen können.

Hier erstmal zwei Exemplare des gemeinen Baukrans, die im Sonnenuntergang nach ihren Artgenossen Ausschau halten. Das Boot rechts unten hat bereits seine Zuneigung offenbar gemacht… ich vermute aber mal, dass sie trotzdem nicht zueinander finden werden, das linke Boot ist ein ziemlich steifer Charakter.

Lonely Baukran im SonnenuntergangZuneigung

Eine Krähe (?) bewacht den Eingang zur Marina.

TorwächterSchnellspanner am Fahrrad sind was tolles. Nicht nur für Reparaturen sondern auch für Gelegenheitsdiebe ohne Werkzeug. Das Vorderrad hatte auch Schnellspanner, war aber mit angeschlossen.

Hinterrad to goUnd los gehts mit „oh, was sind denn das für Wolken?“

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